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VDI/VDE-Umfrage: Drei Erfolgsfaktoren für Industrie 4.0

Welches sind die Faktoren, damit Deutschland die erwartete Produktivitätssteigerung und den volkswirtschaftlichen Nutzen aus den smarten Technologien und einer Industrie 4.0 ziehen kann? Der VDI hat unter 400 seiner Mitglieder eine Umfrage mit genau dieser Fragestellung durchgeführt und anlässlich des VDI/VDE Kongresses Automation 2014 vorgestellt. Die Ergebnisse.

Dr. Kurt Bettenhausen Bildquelle: © Computer&AUTOMATION

Dr. Kurt Bettenhausen bei der Vorstellung der Mitglieder-Befragung: "Wir müssen jetzt den konkreten Nutzen von Industrie 4.0 in realen Industrieumgebungen nachweisen."

Die optimistische Grundstimmung vorneweg: Fast 80 Prozent der Befragten sehen Deutschland in führender Rolle bei der Einführung und Entwicklung von Industrie 4.0. Die drei entscheidenden Faktoren dafür, dass Deutschland die erwartete Produktivitätssteigerung und den volkswirtschaftlichen Nutzen aus smarten Technologien und Industrie 4.0 ziehen kann, betitelt Dr. Kurt Bettenhausen mit den Schlagworten Qualifikation, Geschwindigkeit und Infrastruktur. "Die hohe Ausbildungsqualität in Deutschland gepaart mit dem hohen Automatisierungsgrad ist die Basis für die aktuelle Stärke der deutschen Wirtschaft", sagt der Vorsitzende der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik (GMA) und ergänzt: "Die vorhandene, flächendeckend gute Infrastruktur mit funktionierenden Logistikketten komplettiert diese wirtschaftliche Stärke. Damit verfügt Deutschland über eines der weltweit besten Startguthaben für Industrie 4.0."

 

Knapp 80 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen Deutschland derzeit als führend oder zumindest als "fast follower" bei der Einführung und Entwicklung von Industrie 4.0. "Jetzt geht es darum, den konkreten Nutzen von Industrie 4.0 in realen Industrieumgebungen nachzuweisen", so Bettenhausen. "Hier müssen realitätsnahe Pilotanwendungen schnell zeigen, dass eingeführte Industrie-4.0-Komponenten einen wirtschaftlich messbaren Nutzen bringen. Darüber hinaus sind Businessmodelle aus Deutschland gefragt, die zeigen, dass wir nicht nur gute Forschung, sondern auch gute Geschäftsmodelle können."

Die GMA hat bereits konkrete Use-Cases zum Thema Wertschöpfungsketten, Komponenten von Industrie 4.0 sowie Referenzmodelle erarbeitet, um Unternehmen konkrete Anwendungsbeispiele an die Hand zu geben. Weitere Veröffentlichungen zu IT Security, Geschäftsmodelle und Arbeitsumfeld Industrie 4.0 sind geplant.