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Feldbus-Organisationen: Fusion von FF und HART?

Die Fieldbus Foundation und die HART Communication Foundation haben bekannt gegeben, dass sie sich in Gesprächen über die mögliche Fusion der beiden Organisationen zu einer einzigen Branchenorganisation befinden, die die Anforderungen an intelligente Gerätekommunikation im Bereich Prozessautomatisierung vertritt.

Die Vorsitzenden der beiden Organisationen, Dr. Gunther Kegel von der Fieldbus Foundation und Mark Schumacher von der HART Communication Foundation, gaben im Auftrag der Boards of Directors folgende Erklärung ab: „Wir sind der Überzeugung, dass eine Zusammenlegung der Ressourcen und Kompetenzen beider Organisationen bedeutende Vorteile für sowohl Endanwender als auch Anbieter liefern wird. Für Endanwender würde eine gemeinsame Organisation, die die Stärke der Fieldbus Foundation und der HART Communication Foundation vereint, eine umfassende Lösung bieten, die jeden erdenklichen Aspekt der Feldkommunikation und Verwaltung intelligenter Geräte für die Prozessindustrie adressiert. Für Anbieter würde eine gemeinsame Organisation eine effizientere Ressourcennutzung, einheitlichere Prozesse und Verfahren sowie deutliche Verbesserungen bei Mitarbeit und Support bedeuten.“

Die Fieldbus Foundation und HART Communication Foundation haben bereits in der Vergangenheit häufig zusammengearbeitet. Zum Beispiel beteiligten sich beide Organisationen an der Entwicklung gemeinsamer internationaler Standards wie der Electronic Device Description Language (EDDL) und als letztes der FDI-Spezifikation (Field Device Integration). Die Fusion biete ein großes Potenzial zur Harmonisierung zahlreicher Aspekte der beiden Protokolle, was die Implementierung der Technologie durch Endanwender und Anbieter erleichtern und die Ausnutzung sämtlicher Vorteile beider Technologien bei Anlagenbetrieb und Wartung ermöglichen soll. Ungeachtet der Synergieeffekte sei aber vorgesehen, dass sowohl die Spezifikationen von Foundation Fieldbus als auch von HART weiterhin bestehen bleiben und separat weiterentwickelt werden.

Was die erforderlichen Detailprüfungen hinsichtlich finanzieller und rechtlicher Fragen angeht, sind noch eine ganze Reihe von Sachverhalten zu klären. Danach müssen Abstimmungen im Board und unter den Mitgliedern stattfinden. Ziel beider Organisationen ist es, die Fusion bis Mitte 2014 abzuschließen. Sollte diese genehmigt werden, ist schließlich geplant, beide Organisationen so schnell wie möglich an einem einzigen Standort zusammenzulegen.