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Stromversorgungen: USV-Systeme sekundär abgesichert

Eigentlich sollen USV-Anlagen die Verfügbarkeit von Prozessen und Anlagen garantieren. Dennoch melden Anwender häufig vorzeitig auslösende Sicherungen oder Anlagenteile, die sich komplett abschalten. Was lässt sich tun?

Auf der sicheren Seite Bildquelle: © E-T-A Elektrotechnische Apparate

Stromausfälle sind selten geworden in Deutschland. Trotz schleppendem Netzausbau hat sich die mittlere Unterbrechungsdauer (System Average Interruption Duration Index) in den letzten Jahren auf unter 13 Minuten verringert. Unberücksichtigt bleiben dabei allerdings Kurzzeit-Unterbrechungen von weniger als drei Minuten.

Doch gerade im Industriebereich führen Stromausfälle selbst bei kurzer Dauer schnell zu hohen wirtschaftlichen Schäden. So unterbricht oder stoppt eine zurückgesetzte Steuerung Fertigungsabläufe oder ganze Prozesse; defekte Anlagenteile, Ausschuss in der Produktion und letztendlich enorme Ausfallkosten sind die Folge. Bereits bei einer Spannungsunterbrechung von 10 ms lassen sich AC-Verbraucher unter Umständen nicht mehr betreiben.

Vor diesem Hintergrund nutzen viele Firmen unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV) im AC-Bereich. Ziel ist die stetige energetische Versorgung – auch bei Netzausfall. Fällt die Energie netzseitig aus, sorgen diese Anlagen durch Batterien gestützt für einen störungsfreien Betrieb.

Die USV-Anlage soll also die Verfügbarkeit der Prozesse und der Anlage garantieren. Trotzdem gibt es häufig Rückmeldung von Anwendern über vorzeitig auslösende Sicherungen oder Anlagenteile, die sich komplett abschalten. Grund sind Sicherungen, die im Kurzschlussfall nicht ausgelöst haben. Häufig liegt dies an einer fehlerhaften Auslegung und Auswahl des Schutzorgans im Verhältnis zur Leistungsfähigkeit der USV.