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Siemens: Gas and Power wird ausgegliedert

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Wachstum und Effizienzsteigerung geplant

Den industriellen Kern von Siemens bilden künftig die Operating Companies Digital Industries (DI) und Smart Infrastructure (SI). Ergänzt wird dieser durch die konzernweiten Technologie- und Serviceeinheiten sowie die strategische Mehrheitsbeteiligung an Siemens Healthineers. Auch Siemens Mobility soll als Wachstumsgeschäft weiter gestärkt werden.

Zusätzlich zur Stärkung der Portfoliostrukturen will Siemens die Kosteneffizienz quer durch alle Bereiche deutlich verbessern. Ziel ist eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und der Produktivität. Damit sollen mittelfristig die jährliche Wachstumsrate des Umsatzes und die Gewinnmarge des industriellen Geschäfts um jeweils zwei Prozentpunkte steigen. Das Ergebnis je Aktie soll mittelfristig stärker wachsen als der Umsatz. Langfristig soll die Gewinnmarge des industriellen Kerngeschäfts 14 bis 18 % (angepasste EBITA-Marge) erreichen.

Der Plan von Smart Infrastructure zur Wachstumssteigerung sieht so aus: Erstens will SI das Produktgeschäft, insbesondere in Asien, stärken. Zweitens soll das Service-Geschäft ausgebaut werden. SI beabsichtigt zudem, die Aktivitäten in Zukunftsfeldern wie der Infrastruktur für Elektromobilität, dezentralen Energiesystemen, intelligenten Gebäuden und Energiespeichern – auch mit Hilfe von stärkerem Einsatz von Digitalisierungslösungen – auszuweiten. Dies soll zu einem jährlichem Umsatzwachstum von 4 bis 5 % über das gesamte Portfolio hinweg führen.

Digital Industries will die Geschäfte in der Industriellen Digitalisierung stärken und die Marktführerschaft weiter ausbauen. Ziel ist es, 25 % schneller als der Markt zu wachsen. Dadurch sollen weltweit bis zu 12.000 Mitarbeiter neu eingestellt werden, hauptsächlich in Fertigung, Forschung und Entwicklung sowie im Vertrieb. Die Rentabilität wird beispielsweise durch die Integration zweier Divisionen, die Verbesserung von internen Prozessen wie Logistik, vereinfachtes Controlling oder durch die verstärkte Nutzung des eigenen industriellen Software-Portfolios optimiert. „Klares Ziel von DI ist es, auch unter volatileren Konjunkturbedingungen schneller zu wachsen als der Gesamtmarkt und sich weiter im Zielmargenkorridor von 17 bis 23 % zu entwickeln“, sagte DI-Chef Klaus Helmrich. Beim Wachstum setzt DI auf das Digital Enterprise Portfolio, Zukunftstechnologien wie Edge und Cloud Computing, Künstliche Intelligenz oder Additive Fertigung. Darüber hinaus konzentriert sich DI noch stärker auf die Branchenanforderungen der Automobil- und Luftfahrtindustrie, aber auch der Bereiche Nahrungs- und Genussmittel, Electronics, Batteriefertigung, Pharma und Chemie.