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E-T-A Elektrotechnische Apparate: Stromversorger-Schulterschluss

Auf dem SPS-IPC-Drives-Messestand der Firma E-T-A, Anbieter im Bereich Geräteschutzschalter, finden sich in diesem Jahr auch Produkte der Firma Puls. Die Hintergründe verrät Ralf Dietrich, CTO von E-T-A.

Ralf Dietrich auf der SPS IPC Drives 2018 Bildquelle: © Computer&AUTOMATION

Ralf Dietrich: „Der Schulterschluss mit der Firma Puls ergänzt unser Produktportfolio sehr gut.“

Herr Dietrich, was machen die Puls-Produkte auf Ihrem Messestand?

Ralf Dietrich: Wir arbeiten seit letztem Jahr intensiv mit der Firma Puls – Anbieter im Bereich Schaltnetzteile – in Form einer Technologie-Partnerschaft zusammen. Grundsätzlich sind Schaltnetzteile auch für E-T-A schon seit längerem ein wichtiger Bestandteil unseres Produktportfolios – seit mehreren Jahren bieten wir unseren Kunden ein entsprechendes Brandlabel-Produkt an. Gleichzeitig sehen wir jedoch, dass sich dieses aufgrund seiner technischen Spezifikationen aktuell im Markt nur im mittleren Leistungsbereich bewegt hat. Daher haben wir uns zum Schulterschluss mit der Firma Puls entschlossen. Dies ergänzt unser Produktportfolio sehr gut. Wichtig war uns ein Umgang auf Augenhöhe – in Bezug auf Technologie, Größe und Firmenstruktur.

Puls ist bekannt für DIN-Schienen-Stromversorgungen, E-T-A für elektronische Absicherungskomponenten – wie geht das zusammen?

Ralf Dietrich: Wir wollen für unsere Kunden die besten Ansätze aus beiden Welten verbinden: effiziente und leistungsfähige Schaltnetzteile in Verbindung mit hoch funktionalem elektronischem Überstromschutz. Dabei stimmen wir die Kennlinien der Geräte gezielt aufeinander ab. So erhält der Nutzer im Fehlerfall eine zuverlässige Performance des Schutzschalters, in direkter Abstimmung mit dem Fehlerverhalten des Schaltnetzteils. Technisch bedeutet dies, die Auslöse-Kennlinien unserer elektrischen Schutzschalter sind genau auf die Lastkennlinie der Schaltnetzteile ausgelegt. Im Fehlerfall erfolgt eine zuverlässige Abschaltung des defekten Schaltkreises vom Schaltnetzteil, ohne die verbleibende 24-V(DC)-Spannungsversorgung in Mitleidenschaft zu ziehen.

Wie genau sieht die Kooperation der beiden Unternehmen aus?

Ralf Dietrich: Nachdem sich die Kooperation bisher sehr gut entwickelt hat, sind wir in konkreter Vorbereitung für eine gemeinsame Produktentwicklung. Dabei geht es um eine direkte Verbindung des Schutzschalters mit dem Schaltnetzteil – verknüpft durch das Konzept unserer ‚Rex‘-Anschlusstechnik. Darüber hinaus werden wir die zunehmende Intelligenz in den Geräten nutzen, um für den Kunden relevante Daten über definierte Schnittstellen zur Verfügung zu stellen. Weitere Details können wir allerdings zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht veröffentlichen.

Wie profitieren Anwender von dieser Zusammenarbeit?

Ralf Dietrich: Kunden erhalten durch die Kombination einen ganz konkreten Performance-Nutzen: neben kostensparender Anschlusstechnik, platzsparenden Komponenten eben auch gut abgestimmte Kennlinien und damit ein stimmiges System.

Heißt das, Anwender können Puls-Produkte auch von E-T-A bekommen und vice versa?

Ralf Dietrich: Kunden ist es mittlerweile wichtig, viele Leistungen aus einer Hand zu erhalten. Deshalb legen wir Wert darauf, zusammen mit Puls die Möglichkeit zu bieten, nach Bedarf entweder beide Komponenten von dem einen oder dem anderen Partner beziehen zu können. Mit diesem Ansatz unterstützen wir den Trend zu Lieferanten-Reduzierung und one-stop-shopping.