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Stromversorgungen: Ungeerdet versus geerdet

Fortsetzung des Artikels von Teil 2.

Die Vorteile des ungeerdeten Systems (II)

Fehlerlokalisierung

Mittels sogenannter Einrichtungen zur Isolationsfehlersuche (IFLS) lassen sich Isolationsfehler im laufenden Betrieb oder abgeschalteten Zustand lokalisieren. Dazu stehen Geräte zur stationären Installation sowie mobile Geräte zur Verfügung. Grundsätzlich ist dies in geerdeten Systemen basierend auf der Differenzstromtechnik (RCM) auch möglich - jedoch mit der Einschränkung, dass dies nur in eingeschalteten Systemen funktioniert und im Gegensatz zum IT-System auf asymmetrische Isolationsfehler begrenzt bleibt.

 

Keine ungewollten Betriebsunterbrechungen

Wie bereits ausgeführt, ist das IT-System inhärent sicher, was quasi im Nebeneffekt bedeutet, dass bei einem Isolationsfehler keine Abschaltung erforderlich ist. Dies ist auch der Grund, warum IT-Systeme zum Beispiel in Intensivstationen vorgeschrieben sind: Im Falle eines Isolationsfehlers werden die lebenserhaltenden Geräte weiter versorgt. Das IT-System eignet sich ergo insbesondere für alle Applikationen, in denen Abschaltungen unerwünscht, folgenschwer oder kostspielig sind – etwa in der Prozessindustrie, in Rechenzentren oder in der Automatisierung.

Eine besondere Bedeutung kommt Steuerstromkreisen aller Art zu. Fehlsteuerungen und Ausfälle von Steuerstromkreisen – zum Beispiel in einem Umspannwerk oder einem Atomkraftwerk – können gravierende Folgen haben. Basierend auf den Informationen, die das Isolationsüberwachungsgerät bereitstellt, lassen sich im IT-System Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen langfristig planen und ungeplante Einsätze zur Störungsbehebung vermeiden.