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Stromverteilung: Der intelligente Lastschutz

Die 24-V(DC)-Stromversorgung in einer verfahrenstechnischen Anlage in ihrer 'klassischen' Form ist weder besonders intelligent noch kommunikativ. Eine Stromverteilung gepaart mit intelligentem Lastschutz soll das ändern.

Intelligente Stromverteilung Bildquelle: © Fotolia, cobalt / Fotolia, industrieblick

Der klassische Aufbau einer 24-V (DC)-Stromversorgung und -Verteilung sieht so aus: Zwei oder auch mehrere Stromquellen liefern redundant die nötige Energie. Diese geht dann über Entkopplungsdioden auf die Speisespannungsschiene der Stromverteilung, wo Schutzelemente wie Sicherungen oder Schutzschalter angeschlossen sind, die die Ströme zu den einzelnen Verbrauchern weiterleiten. Das können Steuerungen, Sensoren, Aktoren oder Schnittstellenbausteine sein. Die Rückleitungen von den Lasten werden normalerweise über ein separates Rangierfeld zusammengeführt und zu den speisenden Quellen zurückgeleitet. Bei dieser klassischen Vorgehensweise müssen die Anzahl, die Auslösekennlinien und die Nennwerte der Sicherungselemente vor deren Einbau festgelegt werden. Denn danach wird alles fest verdrahtet und ist nur noch aufwendig änderbar. Dabei sind je nach Anzahl der zu schützenden Kanäle schnell zwei bis drei Reihen in einem normalen Schaltschrank belegt.

In dieser Konstellation erhält der Techniker bei laufendem Betrieb keine oder nur wenige Informationen über den Zustand der Stromversorgung oder die Verteilung auf die Lastkreise. Einzige Rückmeldung ist eine Statusmeldung, ob ein Automat ausgelöst hat. Diese Meldung erfolgt über die Signalkontakte der Schutzschalter, sofern sie überhaupt angeschlossen sind – die Information kommt also erst, „wenn das Kind längst in den Brunnen gefallen ist“.