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Stromversorgungen: Das unterschätzte Risiko

Fortsetzung des Artikels von Teil 2.

Schutzkonzepte unzureichend

Tabelle Bildquelle: © Eisenmann/Ruhstrat

Durch die Schutzeinrichtung 'Oliver' lassen sich kurzzeitige Spannungseinbrüche ausgleichen und dauerhafte Spannungsschwankungen stabilisieren.

Bisherige Schutzkonzepte gegen Spannungsschwankungen werden diesen Anforderungen immer weniger gerecht. Sie reagieren zu langsam oder verursachen zu hohe Kosten.

Die Energienetzbetreiber können sich auf die Einhaltung der Norm EN 50160 berufen. Sie definiert, dass Spannungsdifferenzen von ±10 % UN nur für den 10-Minuten-Mittelwert eingehalten werden müssen. Demnach sind kurzzeitige Spannungseinbrüche >10 % nicht zu beanstanden – obwohl sie industrielle Anlagen erheblich gefährden.

Einen neuen Ansatz verfolgt die Firma Eisenmann Thermal Solutions/ Ruhstrat mit dem System ‚Oliver‘ (Online Voltage Regulation) zur Spannungsoptimierung für die Betriebssicherheit industrieller Anlagen. Dieses System schützt gegen eine instabile Netzversorgung, indem die Spannungsoptimierung wie ein Online-System agiert. Spannungsabweichungen werden in Echtzeit (<1 ms) korrigiert. Dabei lässt sich das System einfacher als beispielsweise eine USV-Anlage in das industrielle Umfeld integrieren: Zur Absicherung sensibler Lasten wird ‚Oliver‘ in Serie zwischen Versorgungs-Trafo und Last geschaltet. Ein von Ruhstrat entwickelter Trafo (Uk ≤2 %) sorgt dafür, dass die Netzkurzschlussleistung kaum verändert wird und vorhandene Schutzmaßnahmen wie Sicherungen und Leistungsschalter ohne Modifikation weiter betrieben werden können.