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Stromversorgungen: Störungsanalyse in Stromnetzen

Zeitunterschiede bis 200 ms zwischen Schutzgeräten und Leittechnik komplizieren die Störungsanalyse im Stromnetz des Chemieparks Knapsack. Hilfe soll ein Pilotprojekt zur PTP-Zeitsynchronisation von Schutzgeräten bringen.

A_Chemiepark Knappsack in der Luftaufnahme Bildquelle: © Infraserv Knappsack

Am Standort des 180 ha großen Chemieparks Knapsack sind sechs Produzenten im Bereich Chemie sowie mehr als 20 Dienstleistungsunternehmen ansässig, die insgesamt 2200 Mitarbeiter beschäftigen, 860 davon beim Standortbetreiber InfraServ Knapsack. Das Stromnetz des Chemieparks besteht aus 61 km Kabeln in der Mittelspannungsebene und 53 km Kabeln in der Niederspannungsebene.

Die Stromversorgung im Chemiepark Knapsack in Hürth bei Köln wird über 6-kV- und 20-kV-Mittelspannungsnetze sowie 400-V- und 500-V-Niederspannungsnetze sichergestellt, die von der Firma Infraserv Knapsack (ISK) betrieben werden. „Insgesamt gibt es circa 2000 elektrische Messstellen und 500 Mittelspannungsfelder auf dem 160 Hektar großen Gelände“, erklärt Markus Kanonenberg, der für die energietechnische Planung bei ISK zuständig ist. „Außerdem ist das Mittelspannungsnetz vollständig an ein Leitsystem angebunden und kann von der zentralen Leitstelle aus überwacht und geschaltet werden.“

In der betrieblichen Praxis kommt es auch im Netz des Chemieparks zu Störungen, deren Ursachen sowie Auswirkungen sowohl möglichst schnell als auch umfassend analysiert und behoben werden müssen. Der Betreiber ist natürlich an einer möglichst unterbrechungsfreien Versorgung seiner 24/7-produzierenden Kunden interessiert. Tritt ein Ereignis auf, werten Schutzgeräte, Netzanalysatoren und Leitsystem die aufgenommenen Störschriebe aus.