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Optimal abgesichert

09. April 2020, 09:15 Uhr   |  Inka Krischke


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

Moderne Absicherung

Zunehmend kommen daher elektronische Absicherungslösungen zum Zuge. Elektronischer Überstromschutz bietet im Vergleich zu klassischen Leitungsschutzschaltern und anderen thermisch-magnetischen Geräten einige Vorteile – dies gilt insbesondere beim gemeinsamen Einsatz mit Schalt-netzteilen. Die elektronischen Kennlinien von Geräten wie beispielsweise dem REX12 oder dem ESX10-T von E-T-A sind speziell auf die Leistungs-charakteristik von Schaltnetzteilen ausgelegt und ermöglichen so eine schnelle und gezielte Abschaltung im Fehlerfall. Hier gibt es zwei unterschiedliche Ansätze und Funktionsweisen: die aktive Strombegrenzung und die Zeit-Strom-Kennlinie.

Der magnetische Auslösebereich eines C 6 A Leitungsschutzschalters.
© E-T-A

Der magnetische Auslösebereich eines C 6 A Leitungsschutzschalters.

Beim Ansatz der Zeit-Strom-Kennlinie wird im Falle eines geringen bis mittleren Fehlerstroms der Lastkreis nach weniger als 1 s getrennt. So lassen sich die meisten Verbraucher und Lastarten einschalten, da Überströme für kurze Zeiträume toleriert werden. Ein länger andauernder Überstrom führt zur Abschaltung durch den elektronischen Überstromschutz.
Bei hohen Fehlerströmen löst der elektronische Überstromschutz innerhalb von 10 ms aus und ist damit schnell genug, um eine ungewollte Abschaltung des Schaltnetzteils zu verhindern. 

Die aktive Strombegrenzung in den Geräten ESX10(-T), REF16 oder ESS30 und ESS31-T folgt einem anderen Ansatz: Bei niedrigen bis mittleren Überströmen verhält sich diese Technologie sehr ähnlich, innerhalb weniger Sekunden kommt es zur Abschaltung. Bei hohen Überströmen hingegen greift die aktive Strom-begrenzung ein. Das heißt, der Fehlerstrom wird auf einen fest definierten Wert begrenzt und innerhalb 1 s abgeschaltet. Auf diese Weise ist garantiert, dass die Leistungsgrenzen des verwendeten Schaltnetzteils nicht überschritten werden. 
Auch bei extremen Anlaufströmen gibt es so kein Problem mit frühzeitigen Auslösungen, da die Strombegrenzung eine vergleichsweise träge Abschaltzeit ermöglicht. Darüber hinaus können Planer jeden Fehler berechnen und so bestimmen, wie viel Leistung die Anwendung benötigt.

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1. Optimal abgesichert
2. Problemstellungen
3. Moderne Absicherung
4. Welche Technologie ist wann geeignet?

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