Schwerpunkte

Energiemanagement

Netzqualität sytematisch überwacht

21. August 2019, 08:00 Uhr   |  Inka Krischke


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Die Normenlage

Tabelle zu RCM und PEM
© Bild: Computer&AUTOMATION, Quelle: Bender

Power Quality and Energy Measurement (PEM) und Differenzstromüberwachung (Residual Current Monitoring, RCM) im Vergleich.

Normativ werden diese Phänomene und deren Auswirkungen bereits behandelt. So verlangt beispielsweise die DIN VDE 0100-430 (VDE 0100-430):2010-10 eine Überlasterfassung für den Neutralleiter, wenn eine übermäßige Belastung durch Oberschwingungen zu erwarten ist. Werden die Empfehlungen der zitierten Norm umgesetzt, lassen sich Zerstörungen des Neutralleiters durch rechtzeitiges Auslösen des Schutzorgans verhindern. In der Praxis erfolgt damit jedoch nur eine Verlagerung des Problems in einen anderen Bereich: Die Brandgefahr sowie das Risiko einer Zerstörung des Neutralleiters werden durch Abschaltung aufgehoben. So ist der Betrieb der elektrischen Anlage zwar sicherer, die Verfügbarkeit jedoch nimmt durch häufige Ausfallzeiten ab.

Abhilfe schafft hier etwa eine Überwachung mit ‚Power Quality and Energy Measurement‘ (PEM) von Bender. Durch die permanente Überwachung der Netzqualität werden potenziell gefährliche Situationen frühzeitig erkannt und gemeldet, was ausreichend Zeit schafft, Abhilfemaßnahmen zu ergreifen, ohne Betriebsmittel oder die ganze Anlage abschalten zu müssen. Beim Beispiel des überwachten Neutralleiters können im Falle einer Überlastung über Schaltsignale weniger relevante Verbraucher abgeschaltet werden, bevor durch die Auslösung des Schutzorgans die gesamte Versorgung unterbrochen wird.

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1. Netzqualität sytematisch überwacht
2. Die Normenlage
3. Auslösen von Schutzorganen verhindern
4. Passend skaliert

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