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Anlagenverfügbarkeit gesichert

10. September 2020, 09:49 Uhr   |  Inka Krischke

Anlagenverfügbarkeit gesichert
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Auch wenn nur eine Komponente ausfällt, kann es – im ungünstigen Fall – zu einem Stillstand der gesamten Maschine oder Anlage kommen, da ihre Funktionen meist eng zusammenhängen. Um dieses Worst-Case-Szenario zu verhindern, muss jeder Fehler sicher abgeschaltet werden.

Der Wunsch nach höherer Verfügbarkeit von Maschinen und Anlagen ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Ergo wird das 24-V(DC)-Versorgungssystem heute erheblich differen­zierter betrachtet als noch vor einigen Jahren.

Bei Anlagen mit hoher Verfügbarkeit ist zunächst einmal zwischen Versorgen und Schützen zu unterscheiden. Beim Versorgen ist es unerlässlich, auf hochwertige Kom­ponenten zu setzen, um einen reibungslosen Betrieb über einen langen Zeitraum zu ermöglichen. Dies beginnt bereits bei der Einspeisung einer Anlage und erstreckt sich bis zum Verbraucher.

Beim Schützen der Anlage geht es darum, den Betrieb sicherzustellen und die unterschiedlichen Komponenten und Leitungen zuverlässig vor Beschädigungen oder gar Ausfall zu schützen. Dabei umfasst der Begriff Schützen verschiedene Fehlerfälle, die im laufenden Betrieb auftreten und so die Anlage zum Stillstand bringen können. Hierzu zählen Themen wie Überspannungsschutz, Überstroms­chutz und Kurzschlussschutz – aber auch der Anlauf von Lasten kann sich als störend herausstellen, benötigen sie doch während des Startvorgangs teilweise mehr als den 10-fachen Nennstrom. Unter Schützen fällt zudem eine Pufferung der Versorgungsspannung, insofern als sie einen Spannungseinbruch verhindert. Die Zeit, die dabei überbrückt werden kann, hängt von der Größe des Puffers ab.

Vor Überspannung schützen

In jeder Anlage sollte an den passenden Überspannungsschutz gedacht werden. Wird er falsch oder gar nicht konzipiert, kann es zu Ausfällen in der Anlage kommen, was häufig kostspielige Reparatur-Maßnahmen nach sich zieht. Daher ist es sinnvoll, Überspannungsschutzschutz-Geräte von Typ 1+2 sowie Typ 3 einzusetzen, um teure Reparaturen als Folge von Überspannungen zu verhindern.

Zur Versorgung in Schaltanlagen haben sich getaktete Schaltnetzteile als Standard etabliert. Sie liefern stets eine konstante Spannung bei hohem Wirkungsgrad. Darüber hinaus bieten sie hilfreiche Zusatzfunktionen – zum Beispiel den Power Boost für einen zuverlässigen Anlauf von Lasten oder zur Abdeckung eines plötzlich erhöhten Strombedarfs beim Zuschalten weiterer Lasten.

In weitläufigen Anlagen kann ergänzend ein DC/DC-Wandler zum Einsatz kommen – um andere Spannungsebenen zu erzeugen, um abgefallene Spannung aufzufrischen und diese somit zu stabilisieren, oder um unterschiedliche Anlagenteile voneinander zu entkoppeln. Durch die Entkopplung werden unerwünschte Rückwirkungen verhindert, die durch Schalthandlungen entstehen. Rückspeisungen in andere Maschinenteile lassen sich so ebenfalls vermeiden.

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1. Anlagenverfügbarkeit gesichert
2. Energiepufferung und Redundanz
3. Absichern und Schützen für einen sicheren Anlagenbetrieb

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