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Anlagenverfügbarkeit gesichert

10. September 2020, 09:49 Uhr   |  Inka Krischke


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

Absichern und Schützen für einen sicheren Anlagenbetrieb

Elektronische Geräteschutzschalter Visualisierung
© Phoenix Contact

Elektronische Geräteschutzschalter lassen sich nicht nur einfach schalten, mit ihrer Intelligenz im Hintergrund werden Fehler zudem rechtzeitig als solche erkannt. Die grüne Linie stellt die Überlast- und Kurzschlusserkennung dar, der türkis-blaue Bereich zeigt den dynamischen Bereich, der den Laststart oberhalb der Auslösekennlinie ermöglicht.

Für einen sicheren Anlagenbetrieb spielt beim Schutzschalter auch die Firmware im Hintergrund eine wichtige Rolle. Weil intelligente Software auf geringste Stromänderungen reagieren kann, ist der Anlagenbetrieb heute deutlich besser planbar. Und da der mögliche Strom im Fehlerfall geringer ist, lässt sich die Reserve der Stromversorgung ideal darauf abstimmen. Mittels moderner Messverfahren analysiert die Firmware die Ströme viel präziser, sodass Anlagenbetreiber und Service-Techniker abhängig vom jeweiligen Strom immer angemessen und frühzeitig reagieren können. Unterschieden werden dabei folgende Ströme: normaler Betriebsstrom, Auslastung von 80 %, Überlast sowie Kurzschluss. Wird eine Kapazität erkannt, wird sie zuverlässig gestartet, obwohl sie einem Kurzschluss ähnlich ist. Diese Funktionen bieten die elektronischen Geräteschutzschalter von Phoenix Contact, die den Anlagenbetrieb mittels intelligenter Stromanalyse sichern.

In der Anlagenautomatisierung finden sich zahlreiche unterschiedliche Verbraucher. Für den zuverlässigen Betrieb sind die Schutzschalter jeweils an die zu schützenden Verbraucher anzupassen. Elektrische Geräte unterscheiden sich jedoch oft erheblich, sodass in der Vergangenheit recht unterschiedliche Kennlinien für den effektiven Schutz erforderlich waren. Dies lag mitunter daran, dass mechanische Schutzschalter eingesetzt wurden. Hierfür waren allerdings hohe Auslöseströme erforderlich, wodurch der unterbrechungsfreie Betrieb elektrischer Anlagen gefährdet war. Sicher ausgelöst wurde dann erst beim 8- bis 15-fachen Strom.

Peter Ketler ist Produkt-Manager Überstromschutz bei Phoenix Contact in Blomberg.
© Phoenix Contact

Peter Ketler ist Produkt-Manager Überstromschutz bei Phoenix Contact in Blomberg.

Seitdem elektronische Schutzschalter zum Standard geworden sind, erfolgt die Auslösung deutlich präziser. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass Ströme gemessen und analysiert und Fehlerströme als solche erkannt werden. Dadurch kann eine sichere Auslösung bereits im Bereich vom 1,1- bis zum 2-fachen des Nennstroms erfolgen. Die Auslegung einer Anlage ist somit einfacher, eine Überdimensionierung ist nicht mehr erforderlich und die Leistung der Stromversorgung ist erheblich besser zu verplanen.

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2. Energiepufferung und Redundanz
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