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Ziele 2019 nicht erreicht

19. Juni 2020, 09:51 Uhr   |  Inka Krischke

Ziele 2019 nicht erreicht
© Balluff

Mit einem Umsatzrückgang von 3,9 % im Geschäftsjahr 2019 blieb Balluff hinter den eigenen Zielen zurück, die auf ein Wachstum im knapp zweistelligen Bereich lauteten, wie Geschäftsführerin Katrin Stegmaier-Hermle erklärt.

Die aktuellen weltweiten wirtschaftlichen Unsicherheiten und Transformationsprozesse in den Schlüsselindustrien machen sich auch bei Balluff bemerkbar: Der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2019 ging um 3,9 % auf 469 Mio. Euro zurück.

2019 war kein einfaches Geschäftsjahr für den Sensor- und Automatisierungsanbieter Balluff: Obwohl das Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von 469 Mio. Euro das Jahr besser als zuletzt erwartet abschloss, blieb die Entwicklung mit einem Umsatzrückgang von 3,9 % hinter den Zielen zurück. „Wir hatten uns für 2019 ein Wachstum im knapp zweistelligen Bereich vorgenommen“, erklärt Geschäftsführerin Katrin Stegmaier-Hermle. Die konjunkturelle Dynamik kühlte in der zweiten Jahreshälfte aber merklich ab. „Die aus den sich weiter zuspitzenden internationalen Handelskonflikten resultierende Unsicherheit in den Märkten sowie ein tiefgreifender Strukturwandel in einzelnen Branchen haben die wirtschaftliche Entwicklung wesentlich beeinflusst“, sagt Stegmaier-Hermle. Dies habe exportorientierte Branchen wie den Automobilsektor oder den Maschinen- und Anlagenbau als die beiden wichtigsten Kundensegmente des Unternehmens besonders getroffen. „Deshalb war schon während des Jahres klar, dass wir unter solchen Vorzeichen unsere Ziele nicht erreichen können.“

Die strukturellen Veränderungen durch die digitale Transformation und Megatrends wie Autonomes Fahren oder E-Mobilität stellen die Hersteller und Zulieferer im Automobilsektor vor große Herausforderungen. „Sorgenkinder sind und bleiben dabei unsere Heimatmärkte – Deutschland, Österreich und die Schweiz. Aber auch die Umsatzentwicklung in anderen Märkten wie Nord- und Südamerika sowie Asien blieb hinter unseren Er-wartungen zurück“, verdeutlicht Stegmaier-Hermle. Umso erfreulicher sei es, dass die Diversifizierungsstrategie des Unternehmens Früchte trage: So legte der Geschäftsbereich Packaging, Food & Beverage (PFB) im vergangenen Geschäftsjahr um rund 9 % zu. Die positive Entwicklung führt die Geschäftsführung von Balluff unter anderem auf ein gesteigertes Umweltbewusstsein der Verbraucher zurück, das den Innovationsdruck auf die Hersteller erhöht und so zu Investitionen in moderne Produktionsanlagen führt. Doch diese positive Entwicklung konnte die Verluste von 4 % im Geschäftsbereich Machine & Plant Engineering und 6 % im Bereich Mobility nicht ausgleichen.
 

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