Schwerpunkte

Zustandsüberwachung mit Balluff

Vier auf einen Streich

18. Februar 2020, 09:30 Uhr   |  Inka Krischke

Vier auf einen Streich
© Balluf

Stefan Hornung: »Langfristig wird künstliche Intelligenz essentieller Bestandteil von Sensoren zur Zustandsüberwachung sein.«

Eine der Neuheiten von Balluff ist ein Sensor zur Zustandsüberwachung. Was ihn besonders macht, erläutert Stefan Hornung, Industrie-Portfolio-Manager bei Balluff.

Herr Hornung, Sie bewerben den Sensor ‚BCM‘ als ‚weltweit einmalig‘ – aufgrund welcher Eigenschaften?

Stefan Hornung: Aufgrund der Flexibilität des Sensors nach dem Prinzip ‚einfach auswählen und anwenden‘: Der Condition-Monitoring-Sensor ist multifunktional und lässt sich auf jeden Anwendungsfall exakt einstellen. Dank dem kompakten Gehäuse ist er überall leicht zu montieren – aber vor allem bietet er die Erfassung von vier unterschiedlichen Messgrößen, wohlgemerkt in nur einem Gerät! Zudem nutzt er IO-Link und bietet Datenvorverarbeitung sowie -auswertung onboard direkt im Sensor. 

Welche vier Größen erfasst der Sensor? Und was meinen Sie konkret mit Datenvorverarbeitung?

Hornung: Der Sensor erfasst unter anderem die physikalischen Größen Vibration über drei Achsen, Temperatur, Luftfeuchte und Luftdruck. Die daraus gewonnenen Daten werden schon im Sensor aggregiert und vorverarbeitet. Beispielsweise ermittelt er aus den Vibrationsrohdaten direkt die RMS- beziehungsweise Effektivwerte. Auch Mittelwerte oder Peak-to-Peak-Werte berechnet der BCM. Somit entfällt die umständliche und aufwendige Übertragung von Rohdaten an separate Auswertegeräte oder die Berechnung von sinnvoll nutzbaren Werten in externen Systemen. Stattdessen stehen aussagekräftige Informationen unmittelbar aus dem Sensor zur Verfügung, die sich direkt für Analyse und Evaluation nutzen lassen.

Selektiert der Sensor nach wichtigen und weniger wichtigen Daten, bevor er sie weitergibt?

Hornung: Die Parametrierung des Sensors über IO-Link bietet dem Anwender hier sehr viele Möglichkeiten: Der Inhalt der Prozessdaten ist frei definierbar. Bis zu fünf gemessene oder vorverarbeitete Daten können ausgewählt und zyklisch übertragen werden. So lassen sich je nach Anwendungsfall diejenigen Daten auswählen, die am wichtigsten und aussagekräftigsten sind. Letztlich leistet der BCM damit einen wichtigen Beitrag zu Smart Data, da nur die Daten weiter kommuniziert werden, die wirklich be-nötigt werden. Sind weitere Daten und Detailinformationen erforderlich, können diese jederzeit azyklisch auf Anforderung aus dem Sensor ausgelesen werden.

Wie erfolgt die Anbindung des Sensors an die Maschinen- und Anlagenumgebung? 

Hornung: Der Condition-Monitoring-Sensor nutzt IO-Link als Industrieschnittstelle, was den Datentransfer und die Parametrierung stark vereinfacht, denn es wird keine spezielle Software oder Programmierumgebung benötigt. Viele Anwender sind bereits mit IO-Link vertraut und können somit auch den BCM problemlos in ihre Maschinen- und Anlagenumgebung integrieren. 

Seite 1 von 2

1. Vier auf einen Streich
2. Sensorik der Zukunft?

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Bedienung über abnutzungsfreie ­Touchpads
Gas messen leicht gemacht
Wechsel in der Geschäftsführung
Safety für kleinere Anlagen
Auch flache Objekte zuverlässig messen

Verwandte Artikel

Balluff GmbH