Forschung

RFID-Chips für 5.000 Bienen

24. Januar 2014, 13:25 Uhr | Nicole Wörner
Auch wenn es nicht so aussieht: Nach Angaben der australischen Forscher sollen die Sensoren die Bienen wohl weder beim Fliegen noch bei ihren sonstigen Aktivitäten behindern.
© Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO)

Australische Forscher verfolgen einen neuen Ansatz zur Erforschung des weltweiten Bienensterbens: Sie wollen 5.000 Honigbienen mit einem 2,5 x 2,5 mm kleinen RFID-Tag auf dem Rücken versehen. Wieder in Freiheit geben die Bienen so Aufschluss über ihr Verhalten.

Die Forscher arbeiten im Auftrag der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organization (CSIRO), die sich um die Folgen des Bienensterbens sorgt. Darauf erhoffen sich die Forscher anhand der gesammelten Sensordaten Rückschlusse.

Vernetzte Honigbienen

Bienen in einem Wabennest
© Fotolia / Dmytro Smaglov
Biene mit RFID von oben aufgenommen
© CSIRO
Dr. Paulo de Souza mit Bienenwabe
© CSIRO

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Um den Sensor aufzubringen, werden die gefangenen Bienen kurz in eine Kältestarre versetzt. Sobald sie wieder 'Normaltemperatur' haben, können sie als fliegende Informationsquellen durchstarten.

Die entsprechenden RFID-Empfänger installieren die Forscher im Umfeld des Bienennestes und an den einschlägigen Futterplätzen. Die dort gesammelten Daten werden drahtlos an eine zentrale Stelle gesandt, wo die Wissenschaftler aus den Sensordaten dreidimensionale Modelle der Bewegungsmuster der Bienen in der Natur erstellen können.

Von der RFID-Technik auf dem Rücken von 5.000 Bienen erhoffen sich die australischen Wissenschaftler dem weltweit beobachteten Völkersterben (Colony Collapse Disorder) der Bienen auf den Grund gehen zu können.