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AMA Innovationspreis 2020

Preis geht an zwei Teams

29. Juni 2020, 08:38 Uhr   |  Inka Krischke

Preis geht an zwei Teams
© AMA

Der AMA Innovationspreis zählt seit Jahren zu den renommiertesten Preisen in der Sensorik und Messtechnik und wird jährlich vom AMA Verband ausgelobt.

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik (AMA) kürte am 23. Juni die Gewinner des AMA Innovationspreises 2020. In seinem Jubiläumsjahr geht der mit 10.000 Euro dotierte Preis zu gleichen Teilen an zwei Entwicklerteams.

Ausgezeichnet wurde zum einen ‚Famas ‘ beziehungsweise ein Entwicklerteam der Firma Senis aus Zug (Schweiz).

Von links: Dr. Thomas Kaltenbacher, Sasa Spasic, Dr. Dragana Popovic Renella, Prof. Dr. Radivoje Popovic, Marjan Blagojevic, Sasa Dimitrijevic.
© Senis

Das Entwicklerteam der Firma Senis: Dr. Thomas Kaltenbacher, Sasa Spasic, Dr. Dragana Popovic Renella, Prof. Dr. Radivoje Popovic, Marjan Blagojevic, Sasa Dimitrijevic (von links).

‚Famas‘ ist ein kostengünstiger, schneller und genauer magnetischer Winkelsensor, der auf zwei vertikalen Hall-Elementen und der direkten Umwandlung des Winkels in das digitale Format basiert. Der in diesem Sensor implementierte, patentierte, neuartige Algorithmus beinhaltet ein innovatives Servoregelungssystem. Er ermöglicht eine Winkelerfassung bei praktisch unbegrenzten Drehgeschwindigkeiten mit minimaler und winkelunabhängiger Latenzzeit.

Die zweite prämierte Innovation ist der online-Fluid-Analysator ‚Fluidfox‘ von Microresonant, der in diesem Jahr vom AMA Verband zudem mit dem Sonderpreis ‚Junges Unternehmen‘ ausgezeichnet wurde.

AMA Innovationspreis MircoResonant
© MicroResonant

Das Entwicklerteam von MicroResonant: Friedrich Feichtinger, Alexander Niedermayer, Thomas Voglhuber (v.l.n.r.).

Bei dem Fluid-Analysator handelt es sich um ein kompaktes System zur Überwachung der Qualität von Schmier- und Hydraulikölen, das zur Senkung von Wartungskosten und Ausfallsrisiken von Maschinen beiträgt. Unabhängig vom Öltyp bestimmt es nicht nur dessen Viskosität, sondern ermittelt ein umfassendes Profil mehrerer Parameter des Öls in Abhängigkeit von Temperatur und Druck. Vollautomatisch erziele ‚Fluidfox‘ dabei eine Messgenauigkeit, die sogar aufwändige Laboranalysen übertreffe.

„Die beiden Gewinnerprojekte Famas und Fluidfo überzeugten die Jury mit wissenschaftlich herausragenden Lösungen, hoher Innovationskraft und einer erkennbaren Marktrelevanz“, erklärt der Juryvorsitzende Professor Andreas Schütze von der Universität des Saarlandes die diesjährige Auswahl. „Famas – der schnelle magnetischer Winkelsensor ist eine besonders elegante, regelungstechnische Lösung, die das Problem der hohen Geschwindigkeit für Hall-Sensoren mit einem neuen Ansatz löst. Der Fluidfox überzeugte uns mit seiner sehr guten Messqualität im Feld unter Ausnutzung der Temperatur- und Druckabhängigkeit der Messgrößen“, erläutert Schütze die diesjährige Entscheidung der Jury.

In diesem Jahr bewarben sich 38 innovative Forscher- und Entwicklerteams mit ihren Entwicklungen um den AMA Innovationspreis, darunter 16 junge Unternehmen. Bewerbungsformulare für den AMA Innovationspreis 2021 stehen ab Ende Oktober 2020 online zur Verfügung. Bewerben können sich Einzelpersonen oder Entwicklerteams aus Firmen und Instituten.

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