Endress+Hauser

Mit Zuversicht ins neue Jahr

11. Mai 2021, 10:49 Uhr | Andrea Gillhuber

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Investitionen in Produktion und Mitarbeiter

Im vergangenen Jahr investierte Endress+Hauser 205,9 Mio. Euro in die Produktion, allen voran in den Ausbau der Werke im deutschen Maulburg und im schweizerischen Reinach. Zudem werden die Standorte Gerlingen und Waldheim/Sachsen in Deutschland sowie Aurangabad in Indien erweitert. Die Vertriebsgesellschaften in Kanada und Mexiko errichten ebenfalls neue Gebäude. Die Investitionssumme liegt aber insgesamt -10,9 % unter dem Vorjahr.

Die F&E-Quote lag bei 7,6 %. Demnach steckte der Spezialist für Mess- und Automatisierungstechnik 195,1 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung. Mit 276 Erfindungen meldet das Unternehmen 42 Innovationen weniger zum Erstpatent an. Altendorft sieht diese Entwicklung auch dem Homeoffice geschuldet: » Die Menschen sind kreativer, wenn sie sich gegenseitig inspirieren und kollaborativ nach Lösungen suchen.« Unabhängig der Patentanmeldungen kamen im vergangenen Jahr 40 Produkte neu an den Markt, im laufenden Jahr sollen es 74 sein.

Frauenanteil in Führungspositionen soll wachsen

Mehr Frauen für Führungspositionen
Endress+Hauser will den Anteil der weiblichen Beschäftigten im Unternehmen steigern und mehr Frauen für Führungspositionen gewinnen.
© Endress+Hauser

Die Zahl der Mitarbeitenden wuchs 2020 um 126 auf weltweit 14.454. Praktisch alle Auszubildenden wurden übernommen. Den Anteil der Frauen in Führungspositionen will Endress+Hauser bis 2030 auf rund 30 % steigern – eine Verdoppelung gegenüber heute. Das Unternehmen hatte seinen ökologischen Fußabdruck bereits in den vergangenen Jahren deutlich verkleinert. Im Pandemie-Jahr sank der Kohlendioxid-Ausstoß weiter von 10,1 auf 8,9 t je Million Euro Umsatz.

Mit Nachhaltigkeit und Diversität adressiert das Unternehmen zwei große gesellschaftliche Themen. Die gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmens betonte CEO Matthias Altendorf: Im Pandemie-Jahr 2020 sei es Endress+Hauser gelungen. »Wir haben in der Pandemie geholfen, wichtige Bereiche unseres täglichen Lebens am Laufen zu halten. Unsere Arbeit ist wichtig für unsere Kunden und für die Gesellschaft.« Beispielsweise werden Produkte des Schweizer Unternehmens eingesetzt, um Impfstoffe herzustellen. Und die Tochter Analytik Jena liefert PCR-Technologie zum Nachweis des Coronavirus.

Guter Start ins laufende Jahr

2021 möchte Endress+Hauser im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Das Unternehmen startete mit Schwung ins laufende Jahr: Im ersten Quartal lag der Auftragseingang über den eigenen Zielen wie auch über dem noch starken ersten Quartal des Vorjahres. Allerdings belasten die Wechselkurse wiederum den konsolidierten Umsatz. Dazu erwartet das Unternehmen eine niedrigere Profitabilität, da viele Einsparungen des Jahres 2020 einmalig waren.

»Die Aussichten sind weiter von Unsicherheit geprägt«, betonte Altendorf. Neben weiteren Pandemiewellen und neuen Virusvarianten bereite die Lieferkette der gesamten Industrie weiterhin Sorgen. Endress+Hauser erhöht deshalb die Vorräte und stärkt das Lieferantennetzwerk. In China und Deutschland wurden zudem neue, leistungsfähige Logistikzentren in Betrieb genommen.


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