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Mit Zuversicht ins neue Jahr

11. Mai 2021, 10:49 Uhr   |  Andrea Gillhuber

Mit Zuversicht ins neue Jahr
© Endress+Hauser

Matthias Altendorf, CEO der Endress+Hauser Gruppe.

Endress+Hauser meldet für das Jahr 2020 einen Umsatzrückgang von -2,8 % auf 2,577 Mrd. Euro. Das Ergebnis wurde stark durch Wechselkursschwankungen beeinflusst. Der Start in das neue Geschäftsjahr gelang: Der Auftragseingang lag über den eigenen Erwartungen.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie gehen an der Industrie nicht spurlos vorüber. Sichtbar werden diese in den Geschäftszahlen, die nun nach und nach von den Unternehmen veröffentlicht werden. So auch bei Endress+Hauser. Der Spezialist für Mess- und Automatisierungstechnik meldet für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 einen Umsatzrückgang von -2,8 % auf 2,577 Mrd. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) ging leicht um -1,9 % auf 337,1 Mio. Euro zurück. Die Umsatzrendite (ROS) lag unverändert bei 13,1 %. Das Ergebnis nach Steuern sank aufgrund höherer Abgaben um -4,1 % auf 254,9 Mio. Euro. Die Firmengruppe ist praktisch frei von Bankschulden. Die Eigenkapitalquote stieg um 1,4 Prozentpunkte auf jetzt 77,0 %.

Beeinflusst wurde das Ergebnis maßgeblich durch die Entwicklung der Wechselkurse. Außer dem Schweizer Franken werteten alle maßgeblichen Währungen gegenüber dem Euro ab. Ohne diese Einflüsse, so Finanzchef Dr. Luc Schultheiss, hätte Endress+Hauser fast den Vorjahresumsatz erreicht. »In lokalen Währungen liegen wir über dem Durchschnitt der Branche und haben uns im Markt gut behauptet.« Allerdings wirkten sich die Wechselkurse auf der Kostenseite positiv aus, etwa beim Materialaufwand. Zudem sank der betriebliche Aufwand, weil viele geschäftliche Reisen und Aktivitäten ausfielen.

Einzelne Regionen, Branchen und Segmente entwickelten sich unterschiedlich. Von den drei umsatzstärksten Ländern erzielte nur China Wachstum und ist für das Schweizer Unternehmen nun der größte Einzelmarkt. In Deutschland und den USA dagegen gingen die Verkäufe zurück. Im Gegensatz zur Prozessmesstechnik verzeichnete die Laborinstrumentierung ein kräftiges Plus. Zyklische Branchen litten in der Krise, azyklische blieben stabil.

Online-Geschäft wächst

Im Rahmen der letzten Bilanzpressekonferenz am 12. Mai 2020, also am Anfang der Pandemie, betonte CEO Matthias Altendorf, dass das Unternehmen mit seiner Strategie 2020+ die richtigen Schwerpunkte setzt. Der Fokus der Strategie liegt auf Digitalisierung der Produkte, Lösungen und Dienstleistungen, Interaktion und Kollaboration mit Kunden und Kollegen. Damals stieg der Online-Auftragseingang signifikant an. Das zeigt sich nun in den Zahlen: Die Zahl der registrierten Nutzer der Plattform endress.com verdoppelte sich, das Online-Geschäft wuchs um +39 %. Mit der Visual Support App können sich Anwender den Servicetechniker virtuell auf die Anlagen holen und auch Werksabnahmen finden laut Unternehmen inzwischen videounterstützt aus der Ferne statt.

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2. Investitionen in Produktion und Mitarbeiter

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