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Kein Zutritt! Bitte warten!

02. Juli 2020, 08:47 Uhr   |  Inka Krischke

Kein Zutritt! Bitte warten!
© K.A. Schmersal

Das digitale Zutrittskontrollsystem von Schmersal macht es möglich, ohne großen Personalaufwand die Corona-Verordnung in öffentlichen Einrichtungen einzuhalten.

Wie lässt sich sicherstellen, dass die angesichts der Corona-Pandemie zulässige Anzahl an Personen in Räumlichkeiten nicht überschritten wird? Zwei Automatisierungs-Unternehmen – Pepperl+Fuchs und Schmersal – stellen ihre technischen Lösungen vor.

Eine durch Menschen durchgeführte Zählung ist in der Regel nicht, schwer oder nur mit hohen Personalkosten realisierbar. Gut, dass es technische Lösungen dafür gibt, die sich den Anbietern zufolge schnell und einfach installieren lassen:

Sensotek, Pepperl+Fuchs, Zutrittskontrolle
© Sensotek

Mit dem digitalen Zutrittskontrollsystem von Sensotek lassen sich die aktuellen Bestimmungen zur Corona-Pandemie überwachen.

Mit dem ‚Smart Entrance Manager‘ der Firma Sensotek - einer Beteiligungsgesellschaft von Pepperl+Fuchs – ist eine Systemlösung im Baukasten am Markt verfügbar, die auf die Bedürfnisse von Retailern/ Einzelhandel/ Getränkemärkten, Schuhgeschäften, Baumärkten et cetera zugeschnitten wurde.

Die digitale Einlasskontrolle nutzt zur Personenzählung die Time-of-Flight-Technologie (TOF) mit einer Zählgenauigkeit >99 %. Das System zählt durchgehende Personen mit Richtungsbewertung und ist für einfache (eine Ein- und Ausgangstür) oder komplexere (mehrere Ein- und Ausgänge) Personenzählungen konfigurierbar - je nach Erfordernis. Über das Display der Steuerung gelangt der Anwender per Fingerdruck und Eingabe der Pin zu den Einstellungen. Dort wird die maximal zugelassene Personenzahl eingegeben. Ein Display informiert über das bekannte Ampelmännchen in grün oder rot, ob die Geschäfte, Restaurants, Ausstellungen et cetera betreten werden dürfen. Das bei Sensotek entwickelte Interface schaltet die Sensorik im Außenbereich oberhalb der Automatiktüre ab, sofern die vorgegebene Anzahl von Besuchern überschritten wird. So kommen keine Personen mehr in die Verkaufsräume, während Personen weiterhin sicher von innen nach außen gelangen.

Eine SD-Karte in der Steuerung sichert die Beweisführung gegen behördliche Kontrollen durch eine Datensicherung von Zählwerten. Umwelteinflüsse wie Temperatur und Lichtbedingungen beeinflussen das System nicht. Ausgewertet werden echte Abstands- und Forminformationen, Personen werden anhand ihrer Form und Bewegung erkannt. Die Komponenten werden einfach über Ethernet-Kabel miteinander verbunden.

Zutrittskontrolle via Ampelsystem

Auch die Schmersal-Gruppe hat ein digitales Zutrittskontrollsystem entwickelt, das es ermöglicht, ohne großen Personalaufwand die Corona-Verordnung in öffentlichen Einrichtungen einzuhalten.

Schmersal-Human-Counter im Einsatz
© K.A. Schmersal

Der 'Schmersal-Human-Counter' im Einsatz.

Der ‚Schmersal Human Counter‘ (SHC-IO-20) ist ein intuitives Ampelsystem mit integrierter Zähleinrichtung, das automatisch die Anzahl der Besucher zählt, die eine Einrichtung betreten. Sobald eine maximale Besucherzahl überschritten ist, wird ein Signalton ausgelöst und so angezeigt, dass die zuletzt eingetretene Person die Einrichtung verlassen muss. Darüber hinaus werden die Zutrittsmöglichkeiten über Ampelfarben signalisiert.

Das System hat bereits eine mehrwöchige Testphase in einem Einzelhandelsgeschäft in Hessen durchlaufen. Weitere mögliche Einsatzgebiete sind beispielsweise Fitnessstudios, Arztpraxen, Restaurants oder andere öffentliche Einrichtungen.  

Kernelemente des Systems sind eine Meldeleuchte (grün/gelb/rot) mit Summer sowie ein programmierbarer Sicherheitsrelaisbaustein von Schmersal. Normalerweise dient dieser Baustein zur Überwachung aller gängigen Sicherheitsschaltgeräte und erreicht das höchste in der Maschinensicherheit geforderte Sicherheitsniveau.
Zur Installation des Ampelsystems wird lediglich eine herkömmliche 230-V-Steckdose benötigt, zudem muss die Zähleinrichtung eingestellt werden. Das System kann bis zu 20 Personen zählen.

»Viele Geschäfte haben kreative Notlösungen für das Zutrittsmanagement entwickelt, die aber oft personalintensiv sind oder manchmal auch für zusätzliche Ansteckungsgefahren sorgen«, sagt Ulrich Bernhardt, Leiter Vertrieb Steuerungen bei der Schmersal-Gruppe. »Der Schmersal Human Counter ist dagegen ein einfaches System, das sich mit wenig Personal- und Investitionsaufwand realisieren lässt.«

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