Schwerpunkte

Zustandsüberwachung

Datensammler ICE

20. Februar 2019, 02:30 Uhr   |  Renate Bay


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Wöchentliches Monitoring

Mittlerweile befinden sich rund 2500 km Schienen im wöchentlichen Zustandsmonitoring. Fernzüge mit speziellen Sensoren sind auf der vielbefahrenen Nord-Süd-Route Bremen/Hamburg – München unterwegs sowie auf den Strecken Berlin – Köln und Halle/Leipzig – Bremen.

Dr. Klaus Ulrich Wolter Entwickler der Zustandsüberwachung
© DB Systemtechnik / Martin Loibl

Dr. Klaus Ulrich Wolter hat das System der kontinuierlichen ­Zustandsüberwachung maßgeblich mitentwickelt.

„Auf manchen Strecken verkehren nur alle zwei Wochen Züge mit Messtechnik, auf anderen sind es bis zu zwei pro Tag“, berichtet Dr. Wolter. „Im Schnitt werden die Strecken aber viermal in der Woche von einem mit Messtechnik ausgestatteten Zug befahren.“ 

Die Datenerfassung erfolgt mit Beschleunigungssensoren der Firma ASC. An den Fernzügen ist neben uniaxialen kapazitiven Beschleunigungssensoren eine piezoelektrische Ausführung montiert. Letztere gehört zu den Hochfrequenz-IEPE-Sensoren (Integrated Electronics Piezo Electric), die robust, hochgradig stoßfest und hermetisch versiegelt sind. Diese Sensoren eignen sich dank ihrer Stoßfestigkeit von maximal 5000 gpk insbesondere für den Schienenverkehr mit seinen hohen Schockbelastungen. Auch ein weiter Temperaturbereich spielt eine wichtige Rolle, können die Temperaturen an den Messpunkten der Züge doch zwischen circa –30 und +70 °C variieren.

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1. Datensammler ICE
2. Wöchentliches Monitoring
3. Gleissperrungen und Verspätungen ­verhindern
4. Langsamfahrstellen minimiert

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