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Berührungslos messen

25. November 2020, 17:02 Uhr   |  Inka Krischke

Berührungslos messen
© Sick

Mit ‚Speetec‘ erweitert Sick das bisherige Portfolio für die Geschwindigkeits- und Längenmessung linear bewegter Objekte um eine direkt auf die Materialoberfläche messende Technologie, die auf wenige Mikrometer genau misst.

Bei empfindlichen, weichen oder glatten Oberflächen benötigen Kunden aus der Fabrik- oder Logistikautomation berührungslose Messmöglichkeiten für Länge, Geschwindigkeit und Position von Endlosbahnen und Zuschnitten, um Beschädigungen oder Verunreinigungen zu vermeiden. Der berührungslos arbeitende ‚Speetec‘ schließt dem Hersteller zufolge die Lücke zwischen taktilen, indirekt messenden Encoder-Lösungen und teureren Laser-Velocimetern. Er kann schlupffrei messen, ohne Maßverkörperungen oder Markierungen sowie ohne Abnutzung taktiler Messelemente. So können Materialien, die durch Abrieb, Anhaftung oder Abrasion auf taktile Messlösungen wie beispielsweise Messrad-Encoder einwirken und diese in ihrer Funktion und Standzeit beeinträchtigen, prozesssicher gemessen werden. Laut Sick liegt der Return on Investment (ROI) bei ‚Speetec‘ bei unter einem Jahr. 

Geschwindigkeiten bis 10 m/s

‚Speetec‘ ist mit Lasern der Klasse 1 ausgestattet. Die berührungslose Messung erfolgt im Laserdopplerverfahren bei Geschwindigkeiten bis zu 10 m/s. Zwei Sender emittieren Laserlicht – einmal mit der Laufrichtung des Materials, einmal dagegen. Da beide Sender unabhängig voneinander arbeiten, können mögliche Montagetoleranzen und Oberflächenschwankungen beispielsweise bei welligen Oberflächen kompensiert werden. Die Genauigkeit bezogen auf eine Objektlänge von 1 m liegt bei einer Auflösung von 4 µm bei 1 mm. Die Wiederholgenauigkeit ist in diesem Fall mit 0,5 mm spezifiziert. Über in der Encoder-Welt gängige TTL- oder HTL-Schnittstellen erfolgt die Messwertausgabe.

Mit ‚Speetec‘ lassen sich Länge, Geschwindigkeit und Position in linearen Bewegungen auch bei wechselnden Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen erfassen. Da zwischen dem Start der Bewegung und der Messwertausgabe bei dem Sensor nur 3 ms vergehen, ist zudem die Messung von Beschleunigungen in Applikationen mit hoher Bewegungsdynamik möglich. Vergleichbare Systeme sind hier laut Hersteller deutlich langsamer. Und auch bei der Geschwindigkeitsmessung von kurzen Materialien schafft der Geschwindig-keitssensor neue ressourcenschonende Lösungsmöglichkeiten: Während Velocimeter oft mehrere Meter Materialvorlauf benötigen, können mit ‚Speetec‘ bereits Einzelteile in der Größe einer Visitenkarte zuverlässig gemessen werden. 

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