Sie sind hier: HomeFeldebeneSensoren

Positions-/Bewegungssensorik: Kübler baut Drehgeber-Programm aus

Funktionale Sicherheit und 'Heavy Duty' – zwei Felder, in denen Kübler zur bevorstehenden SPS IPC Drives in Nürnberg seinen Geschäftsbereich Positions- und Bewegungssensorik weiter ausbaut.

Kübler, SIL Modul Geber Bildquelle: © Kübler

Nicht zuletzt aufgrund der Ablösung der Norm EN 954-1 durch die EN ISO 13849-1 gewinnt die Funktionale Sicherheit für das Unternehmen aus Villingen Schwenningen immer mehr an Bedeutung.

In explosionsgefährdeten Bereichen wie chemischer Industrie oder Erdölförderung müssen Drehgeber spezielle Schutzvorschriften einhalten, denn schon der kleinste Funke kann hier schwere Konsequenzen nach sich ziehen. Speziell für solche Applikationen bringt das Unternehmen absolute und Multiturn-Drehgeber mit SIL3 / PLe Zertifizierung und ATEX-Zulassung auf den Markt. Die Geräte mit druckfest gekapselten Gehäusen sind für die Zonen 1, 2, 21 und 22 zugelassen. Ihr Einsatz ist auch in maritimen Anwendungen möglich, denn Gehäuse und Flansch bestehen aus seewasserfestem Aluminium.

Die schock- und vibrationsfesten ATEX-Drehgeber arbeiten mit einer Auflösung von bis zu 17 Bit (Singleturn), respektive 29 Bit (Multiturn). Mit einer Schutzart von IP 67 und dem Temperaturbereich von - 40 bis +60° C bleiben sie auch im rauer Umgebung dicht. Die sichere Information über die absolute Position erreichen die Absolut-Drehgeber, indem die Steuerung die Inkrementalimpulse zählt und das Ergebnis mit der – ebenfalls vom Drehgeber bereitgestellten – Absolutposition vergleicht. Bei dem inkrementalen Varianten hingegen überwacht die Steuerung die Gültigkeit der analogen – um 90° zueinander versetzten – Sinus-Cosinus-Signale mit Hilfe der Funktion sin² + cos² = 1.

Um den Forderungen der Anwender nach sicheren systemlösungen Rechnung zu tragen, hat Kübler Anfang des Jahres sein Portfolio um eine modulare Sicherheitssteuerung erweitert. Die sogenannte Safety-M Sicherheitssteuerung kann bis zu zwei unabhängige Achsen gleichzeitig und/oder in Abhängigkeit voneinander überwachen. Die Geräte sind frei programmierbar zur sicheren Verarbeitung sowohl von antriebsbezogenen Sicherheitsfunktionen als auch von Not-Aus-Taster, Zweihandbedienung, Lichtgitter oder auch Betriebsarten-Wahlschalter.

Zur Messe gibt es in puncto Sicherheitssteuerungsfamilie zwei Neuerungen. Zum einen bei den Zweiachs-Basis-Modulen: Hier sind zukünftig Versionen jeweils für Positions- beziehungsweise kombinierte Positions- und Geschwindigkeitsüberwachung verfügbar, die neben den bisher vorhandenen 14 sicheren digitalen E/As, den drei digitalen Ausgängen sowie zwei Geberschnittstellen (unterstützt werden TTL, HTL, SinCos, SSI, Resolver und Proxi-Switche) zusätzlich zwei sichere Analogeingänge bieten. Ebenfalls neu sind zwei Erweiterungsmodule: Das eine bietet zwölf digitale Eingänge, zehn digitale E/As und zwei analoge Ausgänge. Das andere verfügt ebenfalls über zwei analoge Ausgänge, zwölf digitale Eingänge und acht Relais-Ausgänge. Letztere ermöglichen zum Beispiel sichere elektronische Nockenschaltwerke.