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AS-Interface: AS-i 5 in den Startlöchern

Der Standard ASi-3 stößt bei einigen Anwendungen inzwischen an seine Grenzen – Zeit für eine 'Neuauflage' der Kommunikation via Flachkabel. Diese macht als ASi-5 unter anderem auch IO-Link netzwerkfähig.

ASi in den Startlöchern Bildquelle: © Bild: Computer&AUTOMATION, Quellen: Pepperl+Fuchs, AS-International Association

Das AS-Interface-System (ASi) ist eine einfache und kostengünstige Verdrahtungstechnik für Sensoren und Aktoren. Sie erlaubt die Stromversorgung und die Datenkommunikation durch ein einziges Flachkabel per Piercing-Technik. Mit mehr als 300 Mitgliedsfirmen ist ASi ein weltweit verbreiteter Standard mit knapp 40 Millionen Endgeräten in realisierten Applikationen. Basierend auf einem bidirektionalen Datenaustausch mit 4 Bit ermöglicht ASi auch die sichere und analoge Datenübertragung.

Das heutige ASi-System kommuniziert nach dem Master-Slave-Prinzip und besteht immer aus einem Master und mehreren angeschlossenen Teilnehmern sowie einer Spannungsversorgung. Besonders in Logistik-Applikationen wird ASi häufig eingesetzt. Teilgewerke lassen sich durch ASi einfach, flexibel und ortsunabhängig mit einbinden. Bei Applikationen im Maschinenbau punkten vor allem der einheitliche Installationsstandard und die einfache Integration in alle gängigen Steuerungen.

Aber: Heutige Steuerungen sind sehr leistungsfähig, sodass der Standard ASi-3 bei einigen Anwendungen inzwischen an Grenzen stößt. Neben den 4-Bit-Prozessdaten pro Slave ist auch die Zykluszeit von 10 ms bei 62 Teilnehmern eine Einschränkung. Bisher bot ASi 1 Bit pro Modul als Diagnoserückmeldung. Pepperl+Fuchs bietet zwar am Modul selbst eine patentierte kanalbezogene Diagnose-Anzeige, aber ASi-3 kann dies nicht in die Steuerung bringen. Eine Weiterentwicklung war nötig.