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Integration: IO-Link spricht Profinet

IO-Link-Devices in Profinet-Systeme einzubinden, war bislang mit enormem Aufwand verbunden. Dies soll die in den IO-Link-Mastern von Turck integrierte 'SIDI'-Funktion nun ändern.

IO-Link-Devices in Profinet-Systeme, Turck Bildquelle: © Turck

Lobeshymnen auf IO-Link wurden schon oft gesungen. Die Vorteile der bidirek tionalen digitalen Kommunikation gegenüber den klassischen analogen und digitalen Schnittstellen sind mittlerweile international anerkannt. Kostengünstige Verdrahtung, Diagnosemöglichkeiten, Parametrierungsoptionen, intelligente Datenhaltung, vereinfachte E-Planung und nicht zuletzt die herstellerübergreifende Unterstützung des Standards überzeugen Konstrukteure, E-Planer und SPS-Programmierer. Daraus erklären sich der Erfolg und die zunehmende globale Verbreitung von IO-Link. Der Graph der installierten Knoten im Verlauf der letzten zehn Jahre zeigt ein exponentielles Wachstum auf zuletzt rund 10 Mio. Geräte. 

Bislang bleibt allerdings unerwähnt, dass IO-Link auch seine Grenzen hat. Insbesondere die Einbindung von IO-Link-Devices in Profinet-Systeme ist bis dato ein Manko.

Mit jedem Profinet-Device wird eine GSDML-Datei (Generic Station Description Markup Language) mitgeliefert. Sie ermöglicht es dem Steuerungsprogrammierer, das Gerät im Projekt (zumeist im TIA-Portal) schon offline einzuplanen und zu parametrieren, bevor das Projekt wirklich mit dem Netzwerk und den angeschlossenen Geräten verbunden wird. Vor allem in großen Projekten laufen diese beiden Prozesse zunächst unabhängig ab. 

Hersteller von IO-Link-Devices statten diese nicht mit einer eigenen GSDML-Datei aus, vielmehr ist die Gerätebeschreibung als IO-Link Device Description (IODD) ausgelegt. Daher kann die Profinet-Projektierungs-Software die Devices nicht ohne Umwege erkennen. Bisher sind Nutzer gezwungen, Eigenschaften wie Geräteklasse oder Herstellerkennung manuell einzugeben. Parameter wie Messbereiche und Ausgangssignale müssen programmiert oder über Zusatzsoftware eingestellt werden.