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Programmierbare Sensoren: Sicher in der Cloud

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Datensicherheit gewährleistet

Wie bei allen webbasierten Aktivitäten stellt sich auch hier die Frage der Daten­sicherheit. Die interaktive Nutzung des Cloud-Services sowie die Synchronisation mit den Tools des Eco-Systems erfolgt auf der Basis höchster Sicherheitsstandards. Beispielsweise unterliegen Inhalte, die als geistiges Eigentum zu schützen sind, einer End-to-End-Verschlüsselung auf den PCs der Benutzer. Alle IP-relevanten Inhalte von Dateien wie zum Beispiel Quellcodes werden ebenfalls verschlüsselt übertragen. Der Key Management Server, auf dem die End-to-End-Datenverschlüsselung sowie die Verwaltung der dreistufigen Zugriffsrechte für Nutzer, Organisationen und die Öffentlichkeit laufen, wird ausschließlich von Sick überwacht.

Auch innerhalb der programmierbaren Sensoren wird auf Datensicherheit geachtet. Wird eine fertige Sensor-App auf ein Endgerät geladen, läuft diese in einer sogenannten Sandbox – einem virtuellen, isolierten Bereich. Dadurch kann sie softwareseitig auf dem Sensor keinen Schaden anrichten. Gleichzeitig verhindern kryptografische Schutzmechanismen das Auslesen von Quellcodes oder das unberechtigte Kopieren und Vervielfältigen der Sensor-App. Das Betriebssystem, die Bibliotheken und grundlegende Funktionen sind in einem besonderen Sicherheitsbereich innerhalb der ohnehin abgeschirmten AppEngine implementiert. Und nicht zuletzt stellt AppSpace ein Rechte-Konzept bereit, in dem der Programmierer selbst entscheiden kann, wer seine Sensor-App verwenden kann und wer daran Änderungen vornehmen darf. 

Praxistauglich

Millimetergenaue Vermessung großflächiger Holzplatten Bildquelle: © Sick

Bei der millimetergenauen Vermessung großflächiger Holzplatten kommen mehrere ‚InspectorP‘-Hochleistungskameras im Verbund mit einer Sensor Integration Machine SIM4000 zum Einsatz.

Ein Beispiel für eine realisierte Applikation ist der programmierbare Vision-Sensor ‚InspectorP‘, der – an einem Roboter montiert und mit einer speziellen Sensor-App zur Bildverarbeitung ausgestattet – zur Robotersichtführung beim Testen von Bedien-Armaturen für Haushaltsgeräte eingesetzt wird. In einer anderen Applikation – der millimetergenauen Vermessung großflächiger Holzplatten – kommen mehrere dieser Hochleistungskameras im Verbund mit einer ‚Sensor Integration Machine SIM4000‘ zum Einsatz. Diese Systemlösung liefert Messwerte zur Berechnung der Plattendimension und zur Regulierung der Säge. Damit steigt die Qualität der produzierten Platten, die Ausschussmenge nimmt ab und die Produktivität steigt. 

Nach den bisherigen Erfahrungen und dem positiven Feedback zahlreicher ­Kunden wird das Konzept von AppSpace und AppPool weiterentwickelt. Das Portfolio programmierbarer Sensoren wird ausgebaut, um das Eco-System auch für Anwender mit anderen Aufgabenstellungen und in anderen Industrien nutzbar zu machen.

Autor:
Dr. Timo Mennle ist Strategischer Produktmanager AppSpace, Global Business Center Industrial Integration Space bei Sick in Reute.