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Füllstandmessung: Eine Frage der Frequenz

Die eine ideale Frequenz für alle Anwendungen in Sachen ­Füllstandmessung gibt es nicht. Flüssigkeiten, Pasten, Schüttgüter oder verflüssigte Gase in Tanks, Silos oder transportablen ­Behältern – zu unterschiedlich sind die Rahmenbedingungen. Ein Überblick.

Überblick in Sachen Füllstandsmess, Endress+Hauser Bildquelle: © Endress + Hauser

Kein Messprinzip zur Füllstanderfassung eignet sich für alle Anwendungsbereiche gleichermaßen. Es gilt daher, jeweils das Messsystem auszu­wählen, das zuverlässig unter den an­wendungsspezifischen Gegebenheiten funktioniert und gleichzeitig den wirtschaftlichen Überlegungen von morgen standhält. Bei den Technologien für geführtes und frei abstrahlendes Radar in den unterschiedlichsten Applikationen aller Branchen kommen die vier Frequenzen 80 GHz, 26 GHz, 6 GHz und 1 GHz in Frage. 

Im Wesentlichen hängt die Auswahl der am besten geeigneten Radarfrequenz für die Füllstandmessung von drei Faktoren ab: dem Medium, dessen Eigenschaften (beispielsweise Schaumbildung) und der Beschaffenheit des Behältnisses, in dem gemessen wird. Während sich die 80-GHz-Radartechnologie insbesondere für hochgenaue Messungen in engen Behältern und mit großen Messbereichen eignet, ist das 26-GHz-Radar eher ein Generalist, der auch bei Turbulenzen (zum Beispiel in Tanks, Reaktoren und Mischbehältnissen) zuverlässig arbeitet. Die Vorteile der 6-GHz-Technologie liegen in der Unempfindlichkeit gegenüber starker Kondensatbildung und großen Turbulenzen. Durch die Planar-Antenne bei 6-GHz-Geräten ergeben sich optimale Messwerte in Schwallrohren >DN150. Das geführte Radar in 1-GHz-Technologie eignet sich für schaumbildende Medien oder Medien mit sehr geringen DK-Werten; es wird für Trennschichtmessungen ebenso genutzt wie für Bypass-Anwendungen.