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Wegmessung: Hydraulik nach Maß

Linearwegsensoren sind aus hydraulischen Anwendungen nicht wegzudenken. Zur Erfassung der Kolbenstangenposition in Fluidzylindern bieten sich insbesondere magnetostriktive Messsysteme an.

Linearwegsensoren für hydraulische Anwendungen, Turck Bildquelle: © Fotolia/chrisberic

Magnetostriktive Linearwegsensoren haben die Entwicklung vom Trend zum Standard in der Fluidbranche schon hinter sich. Die Geräte werden zur schnellen Erfassung der Kolbenposition hydraulischer Achsen ebenso eingesetzt wie zur langsamen, aber hochgenauen Anstellung einer Walze innerhalb eines Walzgerüstes. Da die Wegerfassung direkt im Zylinder erfolgt, ist sie unempfindlich gegenüber externen Einflüssen und schließt mögliche Ungenauigkeiten durch Übertragungselemente sowie Spiel von vornherein aus.

Bei der Erfassung von Linearbewegungen setzen Anwender sowohl auf induktive als auch auf magnetostriktive Messsysteme. Die Unterschiede der beiden Systeme qualifizieren sie für verschiedene Anwendungen: Während der magnetostriktive Sensor typischerweise innerhalb eines Fluidzylinders verbaut wird, messen induktive Sensoren Wege direkt an Linearachsen oder bewegten Teilen.

Induktive Linearweg-Messsysteme basieren auf einer sogenannten Schwingkreiskopplung, die einen über dem Sensor schwebenden Positionsgeber berührungs- und verschleißfrei erfasst. 

Magnetostriktive Linearweg-Messsysteme basieren hingegen auf einem physikalischen Torsions-Effekt. Der Sensor schickt einen elektrischen Start-Impuls über einen Wellenleiter. Durch diesen Impuls erzeugt ein magnetischer Positionsgeber eine Tor­sionswelle auf dem Wellenleiter, die vom Positionsgeber Richtung Sensoreinheit läuft. Gemessen wird die Laufzeit vom Impuls bis zur detektierten Torsionswelle, daraus wird die Entfernung zum Positionsgeber berechnet. Der wesentliche Vorteil gegenüber induktiven Systemen ist der, dass die Messlänge magnetostriktiver Sensoren durch einen quasi unendlich verlängerbaren Wellen­leiter nahezu unbeschränkt ist.