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Winkel- und Neigungssensoren: Sicherheit für Hebezeuge

Wie lässt sich die Sicherheit mobilhydraulischer Hebezeuge gewährleisten? Ein Überblick über die spezifischen Anforderungen an die Sensorik.

Mobilhydraulisches Hebezeug, Gefran Bildquelle: © Gefran

Reicht die Feuerleiter nicht aus, um an einen Brandherd zu gelangen, werden Feuerwehrleute und Löschmittel über mobile Hubarbeitsplatt-formen in große Höhen gehoben. Ein Ausleger bringt die Plattform präzise in Position. Dabei überwachen Sensoren die Bewegungen von Plattform, Plattformbasis und Ausleger: Spezielle Sensoren prüfen zum Beispiel permanent gemäß EN 13849 Neigung und Gewicht der Personenplattform sowie Winkel und Länge des Auslegers. In einem konkreten Fall durfte die Neigung des Kranführerkorbs nicht mehr als ±7° betragen, die Fahrzeugbasis sollte sich um nicht mehr als ±3° neigen. Der Anwender installierte daher sowohl am Ausleger direkt unterhalb der Personenplattform als auch an der Fahrzeugbasis je eine Sonderausführung eines Neigungssensors von Gefran. Dieser kontaktlos arbeitende Sensor nutzt die MEMS-Technik und bietet neben hoher Schock- und Vibrationsfestigkeit eine gute elektromagnetische Verträglichkeit. Für Anwendungen, deren Sicherheitsanforderungen noch höher sind, gibt es den Sensor auch mit einem Relais-Ausgang, der bei Erreichen eines kritischen Werts unabhängig von der Steuerung abschaltet.

Zusätzlich kontrolliert ein Winkelsensor die Position der Drehstation, über die der Ausleger um 360° gedreht werden kann. Der Bediener weiß dadurch jederzeit, auf welcher Position sich die Drehstation befindet. Er erkennt ein Überdrehen und dadurch bedingte Schäden wie etwa ein Abreißen von Schläuchen oder Kabeln. Winkelsensoren, die auf dem berührungslosen Hall-Effekt basieren, bieten sich insbesondere deshalb an, weil sie keinem Verschleiß unterliegen und eine unbegrenzte mechanische Lebensdauer besitzen.