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Magnetfeldmessung: Die automatisierte Parkraumüberwachung

In Deutschland waren im vergangenen Jahr rund 50 Millionen ­Kraftfahrzeuge zugelassen. Eine Herausforderung für die Infra­struktur – sowohl im fließenden als auch im ruhenden Verkehr. Dem Thema Parkraum-Überwachung kommt somit eine stetig ­wachsende Bedeutung zu.

Parkhaus Bildquelle: © Jumo

Nach internationalen Studien werden rund 30 % des Verkehrs in Städten durch die Suche nach Parkplätzen generiert. Das im kroatischen Varaždin beheimatete Unternehmen Mobilisis hat deshalb vor drei Jahren mit der Entwicklung von Sensoren zur Erfassung fließenden und ruhenden Verkehrs begonnen. Ergebnis ist das ‚Magsense‘-System, das die Erkennung parkender Fahrzeuge auf Parkplätzen sowie in Parkhäusern und Tiefgaragen ermöglicht.

Magsense-Sensor von Jumo Bildquelle: © Jumo

Der 'Magsense'-Sensor kann das Erdmagnetfeld exakt messen und auch kleinste Änderungen bewerten.

Das System beruht auf einer Magnetfeldmessung. Der Magsense-Sensor ist in der Lage, das Erdmagnetfeld exakt zu messen und kleinste Änderungen zu bewerten. In den bis dato realisierten Anwendungen der Fahrzeug- und Verkehrsdatenerfassung misst der Sensor zunächst das ‚ungestörte‘ Erdmagnetfeld. Dieses wird durch ferromagnetische Stoffe beeinflusst, wie sie in allen Fahrzeugen vorhanden sind. Sobald ein Fahrzeug in den Messbereich eines Sensors kommt, kann er die Veränderungen des Erdmagnetfeldes erkennen und messen. Die Messwerte werden ausgelesen und ziel­orientiert ausgewertet. Neben ferromagnetischen Materialien detektieren die Sensoren auch Beeinflussungen des vorhandenen Erdmagnetfeldes durch Aggregate und Wirbelströme.