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Vega: Füllstand messen mit 80 GHz

Als den Anbruch einer "neuen Ära in der Radarmesstechnik" bezeichnet Vega die Markt-Einführung eines Radar-Füllstandsensors für Flüssigkeiten, der statt mit 26 mit einer Frequenz von 80 GHz arbeitet.

Vega, Radarfüllstandssensor, Vegapuls 69 Bildquelle: © Vega Grieshaber

Beim Radarfüllstandsensor Vegapuls 64 für Flüssigkeiten ist die kleinste Antenne nicht größer als eine 1-Euro-Münze.

Der Füllstandsensor „Vegapuls 64“ folgt auf den vor 18 Monaten am Markt eingeführten „Vegapuls 69“ - einen Sensor zur kontinuierlichen Messung von Schüttgütern. Schon dieser misst statt mit der bis dahin weit verbreiteten Frequenz von 26 GHz mit einer um den Faktor 3 höheren Sendefrequenz von 80 GHz. Und wie Jürgen Skowaisa, Produktmanager Radarmesstechnik bei Vega Grieshaber [1], beschreibt, gibt „der Markt diesem technologischen Trend Recht – seit der Markteinführung wurden über 10.000 Füllstandsensoren des Typs Vegapuls 69 installiert“.

In diesem Frühjahr folgt nun also der „Vegapuls 64“ für Anwendungen im Flüssigkeitsbereich. Mit ihm lassen sich „Medien mit geringen Reflexionseigenschaften, also kleinen Dielektrizitätszahlen, deutlich besser messen als mit bisherigen Radarsensoren“, formuliert Skowaisa. Die Sensoren arbeiten nicht mehr mit dem Puls-Verfahren, sondern setzen auf das FMCW-Verfahren (frequency modulated continuous wave radar). Durch die deutlich bessere Fokussierung geht der Strahl einfach an Einbauten oder Anhaftungen vorbei. Störsignale, die sich bisher nur mit einer zusätzlichen Störsignalspeicherung ausblenden ließen, spielen für eine zuverlässige Messung kaum noch eine Rolle. Zudem ist es möglich, eine wesentlich kleinere Antenne einzusetzen – Prozessanschlüsse mit einer Antennengröße von ¾ Zoll sind möglich. Durch die neue Technik lässt sich auch der Füllstand sehr nah am Behälterboden ermitteln, so dass Anwendungen für die Ermittlung des Füllstandes in kleinen Behältern in der Pharma- und Biotechindustrie sowie beim Ermitteln der Restmenge in Großtanks mit Treibstoffen ebenfalls realisierbar sind. Die Genauigkeit des Füllstandsensors liegt bei +/- 2 mm, so dass auch Schaum, extrem turbulente Füllgutoberflächen, Kondensat oder Anhaftungen an der Antenne das Messergebnis nicht beeinträchtigen.

Zulassungen wie 3A und EHEDG stehen zur Markteinführung Anfang Mai bereit.