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Sick: Per Laserscanner intelligent abgesichert

Mit einer neuen Generation 'Sicherheits-Laserscanner' will Sick die Absicherung von Gefahrbereichen, Zugängen und Gefahrstellen auf ein deutlich höheres Niveau heben. – Berthold Ketterer von Sick erklärt, wie.

Berthold Ketterer von Sick Bildquelle: © Sick

Berthold Ketterer, Division Manager Industrial Safety Systems bei Sick: "Dank seiner Intelligenz und der künftigen Vernetzbarkeit ermöglicht der 'microScan3' intelligente Sicherheitslösungen im Sinne von Industrie 4.0."

Herr Ketterer, was ist das Neue an den Sicherheits-Laserscannern 'microScan3'?

Ketterer:
Absolutes Highlight ist das Messprinzip – wir haben das "Herz" des Scanners neu entwickelt. Die Scantechnologie 'safeHDDM' macht das Gerät in hohem Maße robust gegenüber äußeren Einflüssen, wie zum Beispiel Staub, Schweißfunken oder Fremdlicht, und trägt so zur Produktivitätssteigerung von Anlagen bei.

Warum brauchte es einen weiteren Sicherheits-Laserscanner?

Ketterer:
Schon heute ist das Scanner-Portfolio von Sick [1] in zigtausend Anwendungen weltweit im Einsatz. Doch das Streben nach noch effizienteren Anlagen und Trends wie Industrie 4.0 sowie 'Mensch-Maschine-Kollaboration' verändern kontinuierlich auch die Anforderungen an Sicherheits-Laserscanner. Diesen Trends begegnet Sick mit dem 'microScan3'.

Was steckt im Detail hinter der Scan-Technologie 'safeHDDM'?

Ketterer: Das safeHDDM-Messverfahren ist eine sichere Technologie, also für Personenschutz geeignet. Ihr Prinzip ist es, auf Basis von mehr Information intelligentere Entscheidungen zu treffen. Im Detail bedeutet das, dass der Laserscanner pro Scan nicht 500 Pulse wie derzeit im Markt verfügbare Sicherheits-Laserscanner aussendet und auswertet, sondern 80.000 Pulse. Diese Vielzahl von Informationen wird über patentierte Auswerteverfahren zu smarten Messwerten zusammengefasst. Anhand dieser Ergebnisse entscheidet das Gerät, ob eine Gefahr für eine Person besteht oder ob es sich nur um einen Störeinfluss handelt, wie zum Beispiel Staub in der Luft oder eine lästige Fliege.

Welche Schnittstellen bietet das Gerät?

Ketterer: Der Laserscanner lässt sich über I/Os in die Maschinensteuerung integrieren. Konfiguration und Diagnose erfolgen über eine Mini-USB-Schnittstelle. Dabei fungiert das grafikfähige Display als intuitive 'Schnittstelle' zum Maschinenbediener. So weiß dieser immer, wie es dem Scanner gerade geht.

Sick bezeichnet die Anschlusstechnik als 'smart' – warum?

Ketterer: 'Smart' ist die Anschlusstechnik, weil sie Anwendern dabei hilft, Geld zu sparen – durch standardisierte M12-Anschlussverbindungen ist die Verkabelung des Gerätes denkbar einfach und kosteneffizient.

Ein weiterer Aspekt, der uns veranlasst hat, von smarter Anschlusstechnik zu sprechen, ist der im Systemstecker integrierte Konfigurationsspeicher. Sollte der Laserscanner durch Fremdeinwirkung beschädigt werden und ein Austausch nötig sein, ermöglicht dieser Konfigurationsspeicher, dass ein neues Gerät sofort nach dem Austausch einsatzbereit ist: Es ist keine zeitaufwändige Neukonfiguration über den Laptop erforderlich, die Produktion läuft unmittelbar weiter.

Wie erfolgen Konfiguration und Inbetriebnahme?

Ketterer:
Mit der neuen Bedienoberfläche führen wir auch eine aktuelle Generation unserer Konfigurations-Software ein. Bei ihrer Entwicklung haben wir intensiv mit Usability-Experten zusammengearbeitet, um die Konfiguration so intuitiv wie möglich zu gestalten. So ist der Scanner im Handumdrehen konfiguriert und für die Absicherungsaufgabe bereit.