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SPS IPC Drives 2013: Die Neuheiten von Kübler

Bei Kübler laufen die Vorbereitungen zur SPS IPC Drives auf Hochtouren. Neben diversen Produkterweiterungen auf dem Hardware-Sektor – unter anderem bei Drehgebern und Schleifringen – begibt sich der Sensorik-Spezialist beim Thema Funktionale Sicherheit auf Neuland indem künftig auf diesem Gebiet auch mit Dienstleistungen Geld verdient werden soll.

Gebhard und Lothar Kübler von Kübler Bildquelle: © Computer&AUTOMATION

Den beiden Geschäftsführenden Gesellschaftern des Familienunternehmens, Gebhard (links) und Lothar Kübler, geht es bei Ihrem Handeln stets "um eine gute Balance aus Flexibilität und langfristiger Ausrichtung".

Noch im letzten Jahr verlief das Geschäft nicht zufriedenstellend für Kübler: Während sich viele Automatisierungstechnik-Anbieter über hohe, zum Teil zweistellige Zuwachstraten freuen konnten, musste die Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Villingen-Schwennigen einen leichten Umsatzrückgang von einem Prozent auf 44 Mio. Euro hinnehmen. Maßgeblich verantwortlich hierfür war das stagnierende Windgeschäft vor allem in China. „In diesem Bereich lief im letzten Jahr wenig bis gar nichts“, so Gebhard Kübler, einer der beiden Geschäftsführenden Gesellschafter des Familienunternehmens. In diesem Jahr läuft es dafür umso besser: Die ersten acht Monate brachten ein Umsatzplus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, der Auftragseingang legte sogar um 18 Prozent zu. Insofern sind die Brüder Gebhard und Lothar Kübler zuversichtlich, das geplante Umsatzziel von 52 Mio. Euro für 2013 zu erreichen.

Ein Marktsegment, von dem sich das Unternehmen für die Zukunft viel verspricht, ist die Funktionale Sicherheit. Dieses Thema sei in vielen Applikationen nicht mehr wegzudenken, und zwar nicht nur bei hoch komplexen 6-achsigen Hubportalen mit zonenabhängigen Freigaben. Eigenen Schätzungen zufolge seinen vielmehr rund zehn Prozent aller drehzahlgeführten Achsen bereits heute sicherheitsgerichtet ausgeführt – Tendenz steigend.

Kübler, Jonas Urlaub, Computer&AUTOMATION Bildquelle: © Computer&AUTOMATION

Jonas Urlaub: "Safety ist kein Add-on!"

Nachdem man sich auf diesem Gebiet produkttechnisch bereits recht gut aufgestellt sieht – seit 2009 verfügt Kübler über zertifizierte SIL-Geber und im Jahr 2011 wurde in Zusammenarbeit mit BBH eine modulare Sicherheitssteuerung entwickelt – soll künftig auch das Geschäft mit Dienstleistungen zum Umsatz mit der Sicherheitstechnik beitragen.

Laut Jonas Urlaub, Safety-Spezialist bei Kübler, setzt das neue Dienstleistungskonzept bei folgender Grundannahme an: „Rund 43 % der Fehler in Maschinen und Anlagen entsteht laut einer Studie von IMS-Research in der frühen Phase der Spezifikation. Zwar kennen die Hersteller und Betreiber von Sicherheitsanlagen in aller Regel die entscheidenden Kriterien und Maßnahmen, besitzen aber im Anwendungsfall weder die notwendige Erfahrung noch und die Kenntnisse über Normen und deren Auslegung.“ Genau hier will Kübler den Maschinenbauern künftig verstärkt unter die Arme greifen beziehungsweise sich selbst ein Stück vom lukrativen „Dienstleistungskuchen“ abschneiden. Konkret sind vier kostenpflichtige Dienstleistungspakete geplant, und zwar:

  • Risikobeurteilung
  • Sicherheitskonzept
  • Inbetriebnahme / Abnahme
  • Safety-Nachrüstung