Forschung / Robotersteuerung

Winziger, vibrationsgetriebener Roboter entwickelt

Größenvergleich des Micro-Borsten-Bots mit einem Penny
Der Mikro-Borsten-Bot im Größenvergleich zu einem Penny
© Georgia Institute of Technology, Allison Carter

Forscher des Georgia Institute of Technology arbeiten an einem winzigen 3D-gedruckten Roboter. Dieser nutzt zur Fortbewegung Vibrationen von Piezoaktoren, Ultraschallquellen oder winzigen Lautsprechern.

Die Forschung rund um Mikroroboter ist nichts Neues – andere Forscher haben bereits an Mikrorobotern gearbeitet, die Magnetfelder zur Fortbewegung nutzen.Jedoch: Magnetkräfte sind nur nützlich, um ganze Schwärme auf einmal zu bewegen, sie lassen sich laut den Forschern des Georgia Institut of Technology nicht einfach dazu verwenden, einzelne Roboter innerhalb eines Schwarms anzusprechen. Dies soll sich nun mit den von den Georgia-Tech-Forschern entwickelten Micro-Borsten-Bots ändern. Die Micro-Roboter gelten als die kleinsten Roboter, die durch Vibrationen angetrieben werden. Sie sind in etwa so klein wie die kleinste Ameise der Welt.

Weitere Details zu den Mikro-Borsten-Bots

Größenvergleich des Micro-Borsten-Bots mit einem Penny
© Georgia Institute of Technology, Allison Carter
Mikroskopaufnahme eines Mikro-Borsten-Bots, Doktorand Thiian (Chris) Hao mit einem Mikroskopbild
© Georgia Institute of Technology, Allison Carter
Die Georgia-Tech-Forscher in ihrem Labor
© Georgia Institute of Technology, Allison Carter

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Die Forscher aus Atlanta überlegen für die Zukunft, den Mikro-Bots Schimmen und Springen beizubringen. Azadeh Ansari, Assistenzprofessorin am Georgia Institute of Technology, zu den weiteren Vorhaben: „Wir können zum Beispiel das kollektive Verhalten von Ameisen betrachten und das, was wir aus ihnen lernen, auf unsere kleinen Roboter übertragen. Die Roboter laufen gut in einer Laborumgebung, aber wir müssen noch viel tun, bevor sie in die Außenwelt hinausgehen können.“ Schwärme dieser Mikro-Borsten-Bots könnten beispielsweise zusammenarbeiten, um Umweltveränderungen zu erkennen, Materialien zu bewegen oder Verletzungen im menschlichen Körper zu reparieren.


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