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Servicerobotik

Was hinter dem Projekt SeRoNet steckt

18. September 2019, 08:30 Uhr   |  Dr. Björn Kahl, Yevgen Kogan, Jörn Steffen Menzefricke

Was hinter dem Projekt SeRoNet steckt
© HS Ulm / Dennis Stampfer

Roboterlösungen und insbesondere Serviceroboter effizienter entwickeln und in den Markt bringen – dieses Ziel steht hinter der Online-Vermittlungsplattform robot.one, die im Rahmen des Verbundprojektes SeRoNet entwickelt wird.

Aus der Großserienfertigung sind Roboter kaum mehr wegzudenken. Anders verhält es sich bei geringeren Stückzahlen in kleinen und mittleren Unternehmen oder im Handwerk, wo auf robotisch unterstützte Automatisierung bis dato meist verzichtet wird. Zwar gilt es, auch hier die Vision von Industrie 4.0 – eine individualisierte, vernetzte und kundenspezifische Fertigung kleiner Losgrößen – erfolgreich umzusetzen; dazu bedarf es allerdings Lösungen mit überschaubaren Kosten, Programmier- und Einbettungsaufwänden. Klassische Industrieroboter sind für den Mittelstand deshalb bisher zu selten wirtschaftlich einsetzbar.

Unter dem Wirtschaftlichkeits- beziehungsweise Kostenaspekt grundsätzlich besser geeignet sind Serviceroboter, also Roboter außerhalb vollautomatisierter Umgebungen. Für diese wird im privaten wie professionellen Bereich zwar großes Potenzial gesehen, die Einsatzzahlen bleiben aber in vielen Branchen hinter den Erwartungen zurück. Warum ist das so?

Die größte Herausforderung stellt momentan die Konfiguration und Programmierung von Servicerobotern dar. Insbesondere gilt es, Softwarekomponenten innerhalb einer spezifischen Roboterlösung einfach wiederverwendbar zu machen und so Kosten bei der Systemintegration zu sparen. Diese macht heute mit meist 60 bis 80 % den größten Anteil bei der Investition in Serviceroboter aus. An dieser Stelle kommen IT-Plattformen ins Spiel: Sie sollen künftig eine stärker arbeitsteilige Entwicklung der Systeme ermöglichen. So könnten in nächster Zeit Ideen auf Basis bereits bestehender und wiederverwendbarer Lösungen, verfügbarer Standardkomponenten und Dienstleistungsangebote schneller und kostengünstiger realisiert und damit auch für den Mittelstand verfügbar werden.

Vor diesem Hintergrund haben sich fünf Forschungseinrichtungen, ein Systemintegrator, drei Endanwender und ein Roboterhersteller im Projekt SeRoNet zusammengeschlossen und gemeinsam die ‚robot one‘-Plattform entwickelt.

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1. Was hinter dem Projekt SeRoNet steckt
2. Funktionalitäten der Plattform robot one
3. Modellierung mit Mitteln der Industrie 4.0
4. Modellierung und Standardisierung
5. Semantisches Backend
6. Aufruf zu einer geförderten Teilnahme

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