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Servicerobotik

Was hinter dem Projekt SeRoNet steckt

18. September 2019, 08:30 Uhr   |  Dr. Björn Kahl, Yevgen Kogan, Jörn Steffen Menzefricke


Fortsetzung des Artikels von Teil 3 .

Modellierung und Standardisierung

In der Modellierung greift SeRoNet die Konzepte der Verwaltungsschale auf und leistet damit Vorarbeit für weitere Standardisierungsarbeiten, validiert die bisherigen Standardisierungsergebnisse in der Praxis und stellt damit die Zukunftsfähigkeit und Anwendbarkeit der Projekt-Ergebnisse in der Industrie sicher. So kann die einheitliche Komponentenmodellierung – insbesondere das technische Datenblatt – in die VWSiD-Form gebracht werden. Gleichzeitig sind weitere Beschreibungsmodelle für in der Servicerobotik oft verwendete Hardware- oder Softwarekomponenten definierbar. 

Das zentrale Ziel der Plattform robot one, und zwar das Auffinden möglichst geeigneter Komponenten zu einer Aufgabenstellung beziehungsweise das Zusammenführen passender Akteure, führt mittelfristig zu einer umfangreichen Datenbank, in der die Beschreibungen der Komponenten vorzugsweise in Form der Verwaltungsschalen vorgehalten werden. Innerhalb der Vermittlungsplattform wird dazu RDF, das ‚Resource Description Framework‘ des WorldWideWeb Consortium, verwendet. Eine Methode für die Abbildung des VWSiD-Metamodells auf RDF wird aktuell in SeRoNet in enger Abstimmung mit den Industrie-4.0-Gremien entwickelt und soll im Projekt evaluiert werden. 

Dadurch, dass OPC UA als anerkannter Industriestandard ein mächtiges Informations-Metamodell definiert, ist zu erwarten, dass zukünftig die Verwaltungsschalen oder zumindest Teilmodelle vieler Assets in OPC UA beschrieben werden. Dies betrifft insbesondere solche Assets, die gleichzeitig OPC-UA-Komponenten sind, also den Anforderungen der OPC UA Foundation an Schnittstellen und Informationsmodellen genügen. Mit SeRoNet entwickelte Komponenten sind automatisch solche OPC-UA-Kompo­nenten. Durch die Verwendung des ­standardisierten VWSiD-Metamodells wird es für robot one mit geringem Aufwand möglich sein, die im OPC-UA-­Format vorgehaltenen Komponenten­beschreibungen zu importieren. 

Um die Heterogenität aller potenziellen Assets abbilden zu können, bietet das VWSiD-Metamodell viele Freiheitsgrade in der Modellierung. Auch wenn diese Flexibilität notwendig ist, um alle denkbaren Szenarien abzubilden, lassen sich für spezifische Problemstellungen Einschränkungen definieren, um die Interoperabilität zu erhöhen. Für besonders wichtige und allgemeingültige Anwendungsfälle sind solche Einschränkungen in Form weiterer Standards oder Profile formalisierbar. In SeRoNet werden beispielsweise Vorschläge zur Abbildung von Hierarchien von Komponentenklassen erarbeitet und implementiert.

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1. Was hinter dem Projekt SeRoNet steckt
2. Funktionalitäten der Plattform robot one
3. Modellierung mit Mitteln der Industrie 4.0
4. Modellierung und Standardisierung
5. Semantisches Backend
6. Aufruf zu einer geförderten Teilnahme

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