Bionik trifft auf Automation

Von Elefant und Oktopus lernen

10. Oktober 2017, 1:00 Uhr | Günter Herkommer

Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Kombination aus Kraftschluss und Unterdruck

Softrobotik-Komponente, Festo
Aufgrund seines weichen Materials kann das künstliche Tentakel nicht nur sanft und sicher greifen. Es erfüllt darüber hinaus die strengen Kriterien einer Softrobotik-Komponente.
© Festo

Das dritte neue Projekt von Festo ist der sogenannte OctopusGripper – ein bionischer Greifer, der vom Oktopus-Tentakel abgeleitet ist. Er besteht aus einer weichen Silikonstruktur, die sich pneumatisch ansteuern lässt. Wird sie mit Druckluft gefüllt, krümmt sich das Tentakel nach innen und kann sich formschlüssig und sanft um das jeweilige Greifgut schlingen. Wie bei seinem natürlichen Vorbild sind an der Innenseite des Silikon-Tentakels zwei Reihen von aktiv und passiv ge­regelten Saugnäpfen angebracht. Damit kann der neuartige Greifer eine Vielzahl an unterschiedlichen Formen aufnehmen und halten. Insbesondere aufgrund seiner weichen und nachgiebigen Struktur verfügt der OctopusGripper über großes Potenzial für den Einsatz in kollaborativen Arbeitsräumen der Zukunft.

Noch handelt es sich bei den neuen Ideen von Festo zur Leichtbaurobotik um Zukunftskonzepte. Allerdings planen die Esslinger laut Dr. Elias Knubben, Leiter der Abteilung ‚Corporate Bionic Projects‘, damit sehr früh auch in Pilotprojekte einzusteigen und letztlich irgendwann zu Serienprodukten weiterzuentwickeln.


  1. Von Elefant und Oktopus lernen
  2. Leichtbauarm mit zwölf Freiheitsgraden
  3. Kombination aus Kraftschluss und Unterdruck

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