Schwerpunkte

Franka Emika

Vom Webshop zur Robotik-Plattform

29. April 2021, 09:55 Uhr   |  Inka Krischke


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Integration von Partnern in der nächsten Version

‚Franka World‘ dient als Zentrum des Franka-Emika Ökosystems
© Franka Emika

‚Franka World‘ dient als Zentrum des Franka-Emika Ökosystems und als Bindeglied zwischen Kunden, Partnern, Wissenschaftlern und Robotern. Sie verknüpft die drei Teilbereiche Shop, Manage und Community-Hub.

Der Launch der ‚Franka World‘ als Commerce-Plattform erfolgte 2017. Nächstes Ziel war es dann, die zahlreichen Partner des Unternehmens zu integrieren. Diese entwickeln vornehmlich die Apps für die Roboter-Programmierung und spielen eine tragende Rolle beim Vertriebsmodell, da sie auch als primäre Reseller und Systemintegratoren agieren.
Neben Markttransparenz sollte die Plattform die Prüfprozesse sowie die strukturierte Verwaltung von Bearbeitungsrechten instituieren. In einem weiteren Schritt, der innerhalb eines Jahres umgesetzt wurde, wurde ‚Franka World‘ um eine Management-Zentrale zur Fernsteuerung für gesamte Roboterflotten erweitert.
 

Cloud-Anbindung realisiert

Die aktuelle Version der Plattform erschien 2020 mit einer entscheidenden Neuerung, der Cloud-Anbindung. Dieser wichtige, langfristig geplante und vorbereitete Schritt ermöglichte die vorhandene AWS-Implementierung. Da diese auf gängigen Branchenstandards wie MQTT und TLS sowie Open-Source-Technologien basiert, ist starke Interoperabilität gegeben, was vor allem für IoT-Fragestellungen entscheidend ist. Schließlich sollten nicht nur Franka-Emika-Technologien vernetzt, sondern auch Daten aus Systemen verschiedenster Hersteller ausgetauscht werden. Das Unternehmen bietet hier beispielsweise Open-Source-Schnittstellen für Forschungseinrichtungen im ROS Framework, integriert auch mit verschiedenen Robotern. Die ROS Library etwa ermöglicht das Embedding der Franka-Emika-Roboter mit ROS-Anwendungen. Darüber hinaus sind Erweiterungen zum Design von 3D-druckbaren Fingerabdrücken für den Roboterarm und Integrationen mit MatLab und Simulink von Mathworks verfügbar. 
 

Open-Source-Welt für freien Austausch

komplexe Arbeitsaufträge mit dem Roboter
© Franka Emika

Durch die Workflow-basierte Programmierung, dank derer Apps – eingekapselte Aufgabenpakete – wie in einem Baukastensystem aneinander gereiht werden können, lassen sich komplexe Arbeitsaufträge mit dem Roboter durchführen und jederzeit an die Situation anpassen.

Da Open Source von entscheidender Bedeutung für die Forschung ist, lassen sich die ansonsten proprietären Roboter mit der Open Source Library ‚libfranka‘ steuern. Zudem finden sich in Franka World diverse Manuals und Video-Tutorials. Auf der Robotik-Plattform trifft sich mittlerweile eine große User Community, die Informationen austauscht und sich gegenseitig mit Praxiserfahrungen unterstützt. Sie ist ein Ort, an dem Forschungsergebnisse publiziert werden, was zur fortwährenden Innovation und gemeinsamen Entwicklung beiträgt.

Der Artikel entstand nach Unterlagen von commercetools und Franka Emika.

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