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Sichere Cobot-Installationen

09. Juli 2021, 09:18 Uhr   |  Inka Krischke

Sichere Cobot-Installationen
© Danish technological institute

Exemplarischer Messaufbau für Kraft- und Druckmessung zur Validierung der Sicherheit bei möglichem Kontakt mit einem kollaborativen Roboter

Cobots stellen in Sachen Sicherheit hohe Anforderungen an das Wissen ihrer menschlichen Kollegen. Ein von europäischen Forschungseinrichtungen entwickelter digitaler Dienst soll Unternehmen helfen, Wissen zu teilen und sichere Cobot-Installationen vorzunehmen.

Dieser Dienst steht den Unternehmen als kostenloser digitaler Werkzeugkasten auf der Website safearoundrobots.com zur Verfügung. Entwickelt wurde er im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts COVR (kurz für ‚Being safe around collaborative and versatile robots in shared spacese‘). Das Toolkit bietet einen schnellen Zugriff auf alles, was man wissen muss, möchte man einen sicheren, kollaborierenden Roboter – einen Cobot - nutzen. Am Projekt COVR sind das Danish Technological Institute (DTI), der National Research Council of Italy, Roessingh Research & Development, die französische Kommission für alternative Energien und Atomenergie (CEA) sowie das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF beteiligt.

„Wir versuchen systematisch die von Firmen benannten Hürden zu beseitigen, die die Verbreitung von Robotern in der Produktion und weiteren Branchen, wie etwa dem Gesundheitswesen oder der Landwirtschaft, bremsen können. Ganz wesentlich ist dabei, dass Unternehmen oft nicht wissen, wo sie auf Hilfe und Informationen zum Thema Sicherheit zugreifen können“, erklärt Dr. José Saenz, Projektleiter des COVR-Projekts am Fraunhofer IFF.

Hier hilft das COVR-Toolkit Unternehmen: Auf der Website safearoundrobots.com finden sie Anleitungen für eine Risikobewertung sowie relevante Normen und Protokolle. Ebenso können sie sich von anderen Cobot-Nutzern und deren Erfahrungen inspirieren lassen. Die Website dient als detaillierte Anleitung, in der jeder Schritt auf dem Weg zu einem sichereren Roboter beschrieben wird.

„Die Cobot-Industrie hat seit über einem Jahrzehnt nach einer detaillierten Anleitung und praktischen Beispielen gefragt. Ich hoffe, dass mit Unterstützung dieses neuen Werkzeugs mehr kollaborative Roboter installiert werden, und zwar mit Hilfe einer effizienten und gründlichen Risikobewertung“, sagt Lasse Kieffer, Vorsitzender des dänischen National Robot Standardization Committee S-850, und fährt fort: „Es kann schwierig sein, zu erkennen, welche Richtlinien und Normen für eine bestimmte kollaborative Roboteranwendung relevant sind. Mit ein paar einfachen Klicks führt dieses Tool zu den relevanten Dokumenten.“

Dr.-Ing. Roland Behrens, Projektmitarbeiter am Fraunhofer IFF, beschreibt weitere Vorteile: „Das Toolkit wurde explizit für Nutzer mit unterschiedlichem Kenntnisstand entwickelt. Für Anfänger bietet es Ratschläge zur Risikobeurteilung und gibt wichtige Einblicke in relevante Gesetze und Normen, während erfahrene Nutzerinnen und Nutzer beispielsweise Protokolle für die Sicherheitsprüfung, neueste Veröffentlichungen zum Thema Sicherheit und eine Übersicht über häufig verwendete Messgeräte finden.“

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