Universal Robots

Sehende Cobots

Sehende Cobots
© Universal Robots

Auch kleine und mittlere Betriebe stoßen mithilfe kollaborierender Roboter beziehungsweise Cobots erfolgreich das Tor zur Zukunft auf. Eine der wesentlichen Grundlagen dafür ist das nahtlose Zusammenspiel von Roboter und Bildverarbeitung.

Die industrielle Fertigung durchlebt einen tiefgreifenden Umbruch: Der Mangel an Fachkräften, der sich verschärfende Wettbewerb in einer immer stärker globalisierten Wirtschaft und steigende Ansprüche in Bezug auf die Produktqualität stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen. Innovationsbe­reit­schaft ist eine der Grundvoraussetzungen, um angesichts dieses Wandels auf Erfolgskurs zu bleiben. Immer mehr Betriebe setzen daher auf neue Technologien und automatisieren Teile ihrer Produktionslinien. Dabei kommen in verstärktem Maße Roboter zum Einsatz, die mittlerweile auch anspruchsvolle Tätigkeiten ausüben können, die früher allein dem Menschen vorbehalten waren. Dank Künstlicher Intelligenz (KI) können sie heute mit einem ‚Sehsinn‘ ausgestattet werden, der die Erfassung und Verarbeitung von Bildern ermöglicht. Er erlaubt es, Objekte und Strukturen zu erkennen und Teile bedarfsgerecht zu handeln. Lange waren derartige Systeme zu teuer und zu komplex, um sie in kleinen und mittleren Unternehmen zu implementieren. Mittler­weile aber sind sie eine kosteneffiziente und einfach zu realisierende Alternative zur manuellen Arbeit, die zunehmend auch in mittelständischen Betrieben Verwendung findet.

Zweidimensionales oder räumliches Sehen

Das Zusammenspiel aus Roboterarm, Greifer und Bildverarbeitungssystem können Besucher des Deutschen Museums in München hautnah erleben. Die Applikation basiert auf einem UR5-Roboter von Uni-versal Robots, der mit einem Greifer von Schmalz und einem V
Das Zusammenspiel aus Roboterarm, Greifer und Bildverarbeitungssystem können Besucher des Deutschen Museums in München hautnah erleben. Die Applikation basiert auf einem UR5-Roboter von Universal Robots, der mit einem Greifer von Schmalz und einem Vision-System von Robominds ausgerüstet ist.
© Universal Robots

Automatisierte Applikationen mit Vision-System basieren auf einem Roboterarm, der um ein passendes Peripheriegerät ergänzt wird. Er ist verknüpft mit einem Bildverarbeitungssystem, das mittels einer oder mehrerer Kameras Bilder aufnimmt, die wiederum durch eine entsprechende Software digitalisiert werden. Das System sucht nach zuvor definierten Merkmalen wie etwa der Oberflächenstruktur eines Objekts und löst beim Roboter eine bestimmte Handlung aus. So wird etwa ein zu handelndes Bauteil dem nächsten Bearbeitungsschritt zugeführt oder aussortiert, falls es fehlerhaft sein sollte. Damit die Kamera die wesentlichen Merkmale der Teile korrekt erfassen kann, muss eine ausreichende Beleuchtung sichergestellt sein.

Abhängig von der jeweiligen Aufgaben­stellung können die Bilder sowohl in 2D als auch in 3D aufgenommen und verarbeitet werden. Aufnahmen in 2D eignen sich vor allem für Anwendungen, bei denen Objekte, Geometrien oder Muster zu analysieren sind. In diesem Fall errechnet das Vision-System anhand der Konturen eines Objekts einen zweidimensionalen Datensatz, sodass der Cobot Position, Größe oder Ausrichtung eines Teils identifizieren kann. Komplexere Tätigkeiten erfordern hingegen räumliches Sehen – eine Fähigkeit, die zum Beispiel im Bereich der Montage oder bei der Beschickung von Maschinen mit unsortierten Teilen zum Tragen kommt. Entsprechende Sensoren befähigen den Roboter, seine Umgebung dreidimensional wahrzunehmen.


  1. Sehende Cobots
  2. Vision-System nach menschlichem Vorbild
  3. ‚Sehende‘ Cobots

Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

Universal Robots