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Kuka im 1. Halbjahr 2020

Rückläufig in allen Segmenten

10. August 2020, 08:41 Uhr   |  Andrea Gillhuber

Rückläufig in allen Segmenten
© Kuka

Peter Mohnen, Vorstandsvorsitzender von Kuka

Kuka spürt die Corona-Pandemie, vor allem das Projektgeschäft ist betroffen. Das zeigt sich nun in den Geschäftszahlen für das 1. Halbjahr 2020.

Nach und nach veröffentlichten die Unternehmen ihre Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2020, so auch Kuka. Der Automatisierungsspezialist aus Augsburg spricht in Bezug auf die Coronavirus-Pandemie und der damit verbundenen Wirtschaftskrise von „nie dagewesenen Herausforderungen“. Die Unsicherheiten führen zu Investitionszurückhaltung bei vielen Unternehmen. »Das spüren wir deutlich in unseren Märkten, die auch vor dieser Krise schon angespannt waren«, so Peter Mohnen, Vorstandsvorsitzender von Kuka. Eine schwierige Auftragslage, Beschränkungen und Werksschließungen hätten alle Geschäftsbereiche weltweit beeinflusst, insbesondere das Projektgeschäft, so der Kuka-Chef.

Kuka im 2. Quartal 2020

Der Auftragseingang sank gegenüber dem Vorjahresquartal von 914,0 Mio. Euro auf 551,7 Mio. Euro; ein Rückgang von 39,6 %. Der Umsatz sank um 32,1 % von 801,9 Mio. Euro auf 544,2 Mio. Euro. Das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen, die Book-to-Bill-Ration, lag mit 1,01 noch über der wichtigen Marke von 1. Im Vorjahresquartal lag sie bei 1,14. Das EBIT, sprich: der Gewinn vor Steuerung und Zinsen, lag mit -43,9 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreszeitpunkt (+23,7 Mio. Euro) und aufgrund der Folgen der Lockdown-Maßnahmen unter dem ersten Quartal 2020. Die EBIT-Marge sank entsprechend von 3,0 % im zweiten Quartal 2019 auf -8,1 % im zweiten Quartal 2020.

Kuka im 1. Halbjahr 2020

Kumuliert lag der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2020 bei 1.240,7 Mio. Euro und damit 31,4 % unter dem Vorjahreswert von 1.809,2 Mio. Euro. Die Umsatzerlöse betrugen im ersten Halbjahr 2020 1.168,8 Mio. Euro, das entspricht einem Rückgang von 24,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (539,6 Mio. €). Die Book-to-Bill-Ratio lag im ersten Halbjahr 2020 bei 1,06 (H1/19: 1,18). Das EBIT des Konzerns sank auf -78,1 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr 2019 lag der Wert bei 45,9 Mio. Euro. Die EBIT-Marge sank von 3,0 % im ersten Halbjahr 2019 auf -6,7 % in 2020.

Der Ausblick

Kuka rechnet weiterhin mit Auswirkungen durch die Covid-19-Pandemie. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen erwartet Kuka für das laufende Geschäftsjahr einen Nachfragerückgang und damit sowohl einen Umsatz als auch eine EBIT-Marge deutlich unter dem Vorjahresniveau. Vorstandsvorsitzender Mohnen fasst zusammen: » Wir befinden uns in einer Zeit des Umbruchs, wichtige Märkte wie der Bereich Automotive werden sich - auch unabhängig von Corona - langfristig verändern. Unser Fokus liegt darauf, die Weichen für die Zukunft zu stellen, um Kuka durch diese Krise zu bringen und für die künftigen Entwicklungen aufzustellen. Automatisierung kann als Gewinner aus dieser Krise hervorgehen und in allen Regionen an Bedeutung gewinnen. Wir rechnen zudem damit, dass gerade Robotik- und Automatisierungslösungen infolge der Erfahrungen aus der Coronavirus-Krise mittelfristig stärker nachgefragt werden und viele verschobene Investitionen nachgeholt werden.«

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1. Rückläufig in allen Segmenten
2. Die Segmente im Überblick – Robotics, Systems, Swisslog

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