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Robotik und Automation zurück auf Wachstumskurs

11. Juni 2021, 10:55 Uhr   |  Inka Krischke

Robotik und Automation zurück auf Wachstumskurs
© Kuka

Die Robotik- und Automationsbranche in Deutschland wird 2021 mit 13,4 Mrd. Euro ein Umsatzplus von 11 % erwirtschaften – so die Prognose des VDMA-Fachverbands Robotik + Automation. Dagegen verlief das Jahr 2020 deutlich negativ.

„Die Prognose für das laufende Jahr zeigt eine kräftige Erholung und bedeutet eine positive Trendwende für die Branche“, sagt Wilfried Eberhardt, Vorsitzender des VDMA-Fachverbandes Robotik + Automation, anlässlich einer Pressekonferenz. Die Perspektive bis ins Jahr 2022 hinein sei ausgezeichnet, da jetzt anlaufende komplexe Projekte erst zeitverzögert fakturiert würden. Mit der aktuellen Dynamik stünden stehen deshalb die Chancen gut, bereits im nächsten Jahr das Rekordergebnis aus dem Jahre 2018 zu erreichen oder sogar zu übertreffen.

Die Umsatzentwicklung der deutschen Robotik + Automation

Grafik Robotik+Automation Umsatz, VDMA
Wilfried_Eberhardt, Kuka, VDMA Robotik+Automation
Grafik Robotik, VDMA

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Die drei Teilbranchen des Fachverbandes entwickelten sich 2020 vor allem unter dem Eindruck der Corona-Pandemie unterschiedlich: Der Umsatz der Robotik verringerte sich um 23 % auf 3,1 Mrd. Euro. Integrated Assembly Solutions verzeichnete einen Umsatzrückgang von 20 % auf 6,4 Mrd. Euro. Die Sparte Industrielle Bildverarbeitung verlor vergleichsweise geringe 4 %: Der Branchenumsatz erreichte hier 2,6 Mrd. Euro. Insgesamt ging der Umsatz der Robotik und Automation im Jahr 2020 um 18 % zurück.

Für 2021 prognostiziert VDMA Robotik + Automation die kräftigste Umsatzerholung für die Sparte Robotik mit einem Plus von 15 % – gefolgt von den Integrated Assembly Solutions mit plus 10 % und der Industriellen Bildverarbeitung mit plus 7 %. „Für die gesamte Robotik und Automation erwarten wir ein Umsatzplus im laufenden Jahr von 11 %,“ sagt Eberhardt.

Die Nachfrage für Robotik- und Automationstechnologien stehe im Zeichen starker Nachholeffekte, da Investitionen im Verlauf der Coronakrise verschoben wurden und nun die Auftragsbücher füllen. Der gesellschaftliche Umbau auf dem Weg zur Klimaneutralität und nachhaltiger Nutzung von Ressourcen sorgt zudem für Neugeschäft.

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