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Kuka forscht

Psychosoziale Aspekte der Mensch-Roboter-Kollaboration

21. Januar 2021, 12:33 Uhr   |  Andrea Gillhuber


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

RoboGym – Das Training für Spitzensportler

Mit Fragen rund um Sport und Robotik beschäftig sich Kuka schon lange. Ende 2014 zog der Roboterspezialist zur Beantwortung der Fragen seinen Systempartner BEC hinzu, der Anfang 2015 den ersten Prototypen, das RoboGym, vorstellte. 2017 entstand dann das bereits beschriebene Projekt RoSylerNT.

Kuka forscht - Psychosoziale Aspekte der MRK

Forschungsprojekt RoSylerNT
LBR iiwa trägt mit Proband einen Tisch
Überwachung der Testsysteme

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Das so genannte ‚RoboGym‘ soll möglichst bald marktreif sein und stellt in vielerlei Hinsicht eine Verbesserung zu herkömmlichen Trainingsmethoden dar. Was ursprünglich exklusiv für den Bereich des Spitzensportes geplant war, könnte die Art und Weise wie wir trainieren, künftig dauerhaft verändern.

Neue Bewegungsgeometrien

Während bei herkömmlichen Krafttrainingsgeräten nur eine lineare Belastung mit gleichbleibendem Gewicht möglich ist, kann das RoboGym auf Basis eines KR 160 nano durch hinterlegte biomechanische Skelettmodelle ganz neue Bewegungsgeometrien und eine Fokussierung auf einzelne Muskelgruppen ermöglichen. Die Probanden berichten von verbesserter Leistungsfähigkeit und einem absoluten Sicherheitsgefühl. Dank der verbauten Sensorik zur Kraftmessung und eingebauten Sicherheitsfeatures wie Sicherheitsräumen und Geschwindigkeitsüberwachung kann vor allem im Bereich der Rehabilitation, beispielsweise nach einem Kreuzbandriss, die maximale Belastung und das Bewegungsausmaß der einzelnen Partien so gesteuert werden, dass Folgeverletzungen vermieden werden und der Athlet schneller wieder sein gewohntes Level erreicht.

Drei Trainingsarten werden unterstützt

Bisher unterstützt das RoboGym drei verschiedene Trainingsarten: Neben der Beinpresse, gibt es die Möglichkeit der Knieextension, sowie eine Ruderübung für den Oberkörper. Die Daten werden in Echtzeit auf dem Bildschirm dargestellt und auf einer Cloud gespeichert. Durch Aktivierung des Geräts werden die Daten überall auf der Welt direkt abgerufen und das Gerät richtet sich individuell auf Größe und das gewünschte Trainingsgewicht ein. Durch die Erfassung der Daten ist ein wesentlich genaueres Screening möglich, in dem die tatsächlich aufgebrachte Kraft und die Bewegungen während jedes Übungsteils noch genauer einzusehen sind. So kann das Training individuell auf die eigenen Anforderungen angepasst werden. Martin Gerlich, CFO bei BEC, fasst das Engagement zusammen: »Unser Traum wäre es, wenn das RoboGym in ein paar Jahren zum Standard im Bereich Profisport und Rehabilitation werden könnte und in jedem Olympiastützpunkt zu finden ist.«

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1. Psychosoziale Aspekte der Mensch-Roboter-Kollaboration
2. Direkte Mensch-Roboter-Interaktion
3. RoboGym – Das Training für Spitzensportler

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