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Kuka will in den 3C-Markt

02. Mai 2016, 10:26 Uhr   |  Markus Haller, Günter Herkommer

Kuka will in den 3C-Markt
© Kuka

Der KR 3 ist Kuka's Antwort unter anderem auf den Umbruch in Teilen der chinesischen Elektronikfertigung.

Auf der Hannover Messe präsentierte Kuka mit dem KR 3 das bisher kompakteste Modell seiner Kleinroboterfamilie Agilus. Mit ihm wollen die Augsburger in ein für sie neues Marktumfeld vorstoßen: die Elektronikfertigung.

Gegenüber dem bisher kleinsten Modell der Agilus Serie, dem KR 6 mit 6 kg Traglast, ist der KR 3 noch einmal deutlich kompakter. Er wiegt etwa 26 kg, hat eine Stellfläche von ca. 180 x 180 mm² und kann Lasten bis 3 kg innerhalb eines Radius von 540 mm bewegen. Konzipiert wurde er von KUKA, um alle wesentlichen Arbeitsschritte der Kleinteilemontage zu übernehmen – unter anderem Greifen, Stecken, Kleben, Löten, Testen und Prüfen. Laut Stefan Lampa, Vorsitzender der Geschäftsführung von Kuka Roboter, handelt es sich bei dem Modell aktuell um den schnellsten Roboter im Bereich bis 3 kg Traglast.

Impressionen - Kuka auf der Hannover Messe 2016

... »intelligent industrial work assistant« (iiwa) hat KUKA den kollaborativen Leichtbauroboter getauft. Gedacht ist er für die Zusammenarbeit mit Menschen, es können aber auch zwei iiwa miteinander kooperieren, um ein Glas Weißbier einzuschenken.
Der KR 3 aus der Kleinteileroboterfamilie AGILUS trägt Lasten bis 3 kg und ist damit der kleinste Vertreter dieser Produktfamilie. KUKA hat große Pläne mit ihm, denn erstmals bringt der Augsburger Roboterhersteller eine Modell für die Elektronikferti

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Auf der KUKA Pressekonferenz im Zuge der Hannover Messe 2016 sprachen die Vorstandsmitglieder zu der Fachpresse.
© Markus Haller, Elektronik

(v.l.) Frank Klingemann, Geschäftsführer Kuka Systems; Christian Schlögel, Chief Technical Officer Kuka Roboter; Stefan Lampa, Vorsitzender Geschäftsführer Kuka Roboter; Till Reuter, Vorstandsvorsitzenden Kuka; Katrin Stuber-Koeppe, Pressesprecherin Kuka.

Zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Till Reuter, erklärte Lampa in Hannover das große Ziel, welches Kuka mit dem kleinen Roboter verfolgt. Der KR 3 ist der erste Roboter des Augsburger Herstellers, der für die Fertigung von 3C-Bauteilen und Baugruppen (computer, communication and consumer electronics) geeignet ist.

Aufgrund des sich abzeichnenden Umbruchs in China, sehen die Verantwortlichen bei Kuka nun die Zeit gekommen, diesen Markt zu bedienen. Ein Großteil aller 3C-Produkte wird in China hergestellt – bisher häufig noch in Handarbeit. “Chinesische Fabrikbesitzer sind jetzt auf der Suche nach Robotern für die Elektronikfertigung”, erklärt Lampa. Mit den zusätzlichen Umsätzen durch den KR 3 und den weiteren Geschäftsausbau im asiatischen Bereich, planen die Augsburger bis 2020 ihren Umsatz auf dem chinesischen Markt für Roboter von aktuell 450 Mio. auf 1 Mrd. Euro zu erhöhen.

Einen offiziellen Listenpreis für den KR 3 gibt es noch nicht, aber er werde definitiv unter 24.000 € liegen, versicherte Lampa. Der KR 3 ist kein kollaborativer Roboter, wie beispielsweise der zweiarmige Kleinroboter YuMi vom Hersteller ABB (Listenpreis 36.000 €), der in der letzten Zeit von sich reden machte, sondern ist für die schnelle Erledigung von monotonen Arbeitsschritten ausgelegt und arbeitet hinter einem Schutzgitter.

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