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Industrieroboter manuell fernsteuern

13. Juni 2018, 00:00 Uhr   |  Carsten Stumpf


Fortsetzung des Artikels von Teil 3 .

Kollaborative Industrierobotik neu ­definieren

Erste Live-Prästentation des Successors
© Kawasaki Robotics

Die ersten Live-Präsentationen des Successor fanden auf der Robotermesse iRex im Dezember 2017 in Tokyo und auf der PaintExpo im April 2018 in Karlsruhe statt.

Der Successor zielt aber nicht ausschließlich darauf ab, die mit den vielfältigen und wechselnden Lackierprozessen verbundenen Zeit- und Kostenaufwände auf ein Minimum zu reduzieren: Durch die einfache Implementierung und intuitive Bedienung des Systems sind vielseitige weitere  Einsatz-Szenarien denkbar – etwa bei Schweißprozessen oder auch für Montage- oder Handlingsaufgaben. Hier kommt die KI des Systems ebenfalls gezielt zum Einsatz, indem etwa die Wege optimiert und die Belastung von Bauteilen minimiert werden können. Langfristig will Kawasaki Robotics eine leicht und vielseitig nutzbare Lösung anbieten, die den kollaborativen Einsatz von Industrierobotern neu definiert beziehungsweise in Bereichen erlaubt, in denen dies bisher kaum oder nur mit großem Aufwand möglich war.

Der Prototyp des Successor wurde vom Kawasaki-Engineerring-Team in Kobe (Japan) entworfen und konstruiert sowie seit 2018 auch im europäischen Demozentrum in Neuss weiterentwickelt. Konzipiert wurde das System insbe­sondere mit Blick auf kleine und mittelständische Unternehmen, in denen sowohl die robotergestützte Automati­sierung von Prozessen ein zentraler ­Wettbewerbsfaktor ist, aber auch Einzelbestellungen effizient und flexibel ab­gedeckt werden müssen – und dies wenn möglich auf nur einer Fertigungsanlage.

Last but not least soll künftig auch ein mobiler Einsatz außerhalb von klassischen Produktionsanlagen möglich sein – etwa im Tiefbau, bei Transporten oder Kraftwerksanlagen. Die ursprüngliche Idee der Automatisierung wird so mit dem neueren Konzept der chaotischen Produktion und der individuellen Kleinserienproduktion kombiniert.

Autor:
Carsten Stumpf ist seit 2014 General Manager Sales and Marketing bei Kawasaki Robotics.

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1. Industrieroboter manuell fernsteuern
2. Nicht größer als ein Desktop-PC
3. KI optimiert manuelle Eingaben
4. Kollaborative Industrierobotik neu ­definieren

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