Schwerpunkte

Kawasaki Robotics

Industrieroboter manuell fernsteuern

13. Juni 2018, 00:00 Uhr   |  Carsten Stumpf


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Nicht größer als ein Desktop-PC

Communicator-Modul
© Kawasaki Robotics

Kern des AI-gestützten Systems: Das ‚Communicator‘-Modul.

Kern des Systems ist der Controller F60 von Kawasaki, über den die sechs Servomotoren des Bediengeräts angesteuert werden. Der kompakte Controller ist nicht größer als ein gängiger Desktop-PC und benötigt für den Betrieb des Systems lediglich eine 240-V-Stromversorgung. Ein zwischen Bedienteil und Controller zwischengeschalteter Laptop-PC mit digitaler Eingangskarte nimmt sämtliche eingegebenen Bewegungen auf und gibt diese an den Controller weiter. Für die Steuerung und Programmierung des Systems kommt ein (mehrsprachiges) Standard-Teach-Pendant für Industrieroboter zum Einsatz – künftig wird dies auch applikationsorientiert mit einem Tablet möglich sein.

Der Successor lässt sich ohne aufwendige Sicherheitstechnik in nahezu allen Arbeitsumgebungen und Roboterinstallationen nutzen: Das zum Einsatz kommende Sicherheitsmodul Cubic-S ermöglicht vorab eine individuelle Definition und genaue Begrenzung des verfügbaren Arbeitsraums. Der manuell gesteuerte Roboter kann die vorgegebenen Arbeitsbereichsgrenzen somit zu keinem Zeitpunkt überschreiten. So ist die Sicherheit der Mitarbeiter und Anlage zu jedem Zeitpunkt gewährleistet. Auch über die Fernsteuerung selbst lassen sich ergänzend zu Cubic-S individuelle Grenzbereiche mit externen Parametervorgaben setzen, etwa bei verschiedenen Werkstückgrößen.

Der Aufwand für die Implementierung der neuartigen Bedienlösung in Produktionsumgebungen ist gering: Lediglich die Bauteilgröße und der Arbeitsbereich müssen definiert werden – über die TCP/IP-Schnittstelle ist das System direkt mit vorhandenen Robotern kompatibel und einsatzbereit. Auf Basis von Layout- und CAD-Daten ist es auch möglich, das System entsprechend vorzubereiten und betriebsfertig auszuliefern.

Eine intuitive Bedienung war bei der Entwicklung des Systems nur ein wichtiger Punkt. Weitere entscheidende Vorgaben waren eine flexible Nutzung und die Möglichkeit, Prozess-Know-how effizient weitergeben zu können. 

Seite 2 von 4

1. Industrieroboter manuell fernsteuern
2. Nicht größer als ein Desktop-PC
3. KI optimiert manuelle Eingaben
4. Kollaborative Industrierobotik neu ­definieren

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Verwandte Artikel

Kawasaki Robotics GmbH