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Fraunhofer IPA

Greifer für variantenreiche Fertigung

23. September 2020, 11:46 Uhr   |  Andrea Gillhuber

Greifer für variantenreiche Fertigung
© Rainer Bez

Forscher vom Fraunhofer IPA fertigen mit einer Kombination aus 3D-Druck und Schwerkraftguss, dem sogenannten additiven Freiformgießen, einen mehrkomponentigen Robotergreifer.

Greifer schnell und kostengünstig auf sich verändernde Produkte anpassen, das ermöglicht ein neues Verfahren des Fraunhofer IPA.

Das Entwickeln und Fertigen von Greifern für Handhabungsaufgaben kleiner Stückzahlen ist zeitaufwändig und teuer. Insbesondere dann, wenn sich das zu handhabende Produkt stetig verändert. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, haben Forscher vom Zentrum für Additive Produktion (ZAP) am Fraunhofer IPA ein Verfahren entwickelt, mit dem sich mehrkomponentige Greifer schnell und kostengünstig herstellen lassen.

Die Anforderungen der Industrie

Begonnen hat das Projekt bei Henkel in Düsseldorf. Beim Industrie- und Konsumgüterproduzenten entnehmen Roboter Kunststoffflaschen aus einer Abfüllanlage und führen sie ihrer weiteren Verarbeitung zu. Bestückt sind sie mit einem zweiteiligen Greifer, dessen Grundkörper bisher aus Aluminium besteht. Die Greiferbacken sind aus einem Elastomer gefertigt, damit die Flaschen nicht beschädigt werden oder abrutschen. Da sich Henkels Produktpalette ständig weiterentwickelt, müssen die Greifer immer wieder ausgetauscht werden. Bisher mussten die Gussformen, mit denen die Elastomer-Greifelemente hergestellt werden, für jeden Greifer eigens produziert werden. Anschließend verschraubte ein Monteur die Greiferbacken von Hand mit dem Grundkörper.

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2. Automatisiertes Fertigungsverfahren senkt Kosten

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