National Instruments/Dassault Systemes SolidWorks

Gemeinsame Virtual-Prototyping-Lösung

28. August 2009, 12:43 Uhr | Meinrad Happacher

National Instruments und DS SolidWorks arbeiten an einer gemeinsamen Virtual-Prototyping-Lösung. Ziel ist, mittels zusammengeführter Software-Werkzeuge der beiden Unternehmen die Mechatronik-orientierte Konstruktion zu vereinfachen.

Softmotion von NI
Wichtiger Baustein der Kooperation ist das erst Anfang August anlässlich der NIWeek vorgestellte Softmotion Modul von Labview. Es soll die Entwicklung auch mehrachsiger Motorsteuerungs-Anwendungen vereinfachen.
© Bild: National Instruments

Das angestrebte neuartige Mechatronik-Tool der beiden Firmen soll die Zusammenarbeit zwischen Maschinenbau- und Regelungstechnik-Ingenieuren vereinfachen und dabei die Kosten und Risiken bei der Konstruktion von Bewegungssystemen reduzieren. Hierzu sollen die grafische Systemdesignsoftware NI Labview und die SolidWorks 3D-CAD-Software nahtlos integriert werden. Vorhandene SolidWorks CAD-Modelle sollen sich so schnell mit Labview verbinden lassen, wodurch die im Modell definierten Stellantriebe und Positionssensoren automatisch miteinander verknüpft werden. Mittels der Funktionen von NI SoftMotion für SolidWorks, können Anwender so Applikationen für Bewegungssteuerungen mit Logik basierend auf Sensor-Feedback entwickeln. Konstruktionsteams, Kunden und Vertriebsingenieure können anschließend mithilfe des virtuellen Prototyps den Maschinenbetrieb realistisch visualisieren und die Zykluszeiten analysieren und verbessern. Mit Labview und SolidWorks lassen sich die mechanische Dynamik einer Maschine, einschließlich des Massen- und Reibungseffekts, und die Anforderungen an die Motoren und die mechanischen Drehmomente der Stellantriebe simulieren, bevor mit der Spezifizierung der benötigten Teile begonnen wird.

Letztendliches Ziel ist, die Anwender in die Lage zu versetzen, Maschinen und Bewegungssysteme zu konstruieren, zu optimieren, zu prüfen und zu visualisieren bevor Kosten für den Bau physischer Prototypen entstehen. 

Mechatronik-orientierte Konstruktionswerkzeuge verbessern die Maschinen-Entwicklung, da sie die Interaktion zwischen mechanischen und elektrischen Subsystemen während des Konstruktionsprozesses simulieren. Bislang arbeiteten die Konstruktionsteams verschiedener Bereiche meist abgeschlossen und nacheinander an Entwicklungen. Entscheidungen wurden unabhängig voneinander getroffen, wodurch sich die Entwicklungszeiten verlängerten und unnötige Kosten entstanden. Um den Prozess zu rationalisieren, können Konstruktionsteams jetzt parallel arbeiten und Entscheidungen zur Konstruktion, Prototypenerstellung und Implementierung miteinander abstimmen. Die Erstellung von virtuellen Prototypen ist für den Erfolg des Mechatronik-orientierten Ansatzes entscheidend, da Ingenieure ihre Arbeit dadurch prüfen können, bevor die Maschinen gebaut werden.