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Quartalszahlen Q1/2020

Corona hemmt Kukas Projektgeschäft

29. April 2020, 09:54 Uhr   |  Andrea Gillhuber

Corona hemmt Kukas Projektgeschäft
© Kuka

Peter Mohnen, CEO von Kuka

Die Corona-Pandemie sorgt bei Kuka für deutlichen Rückgang. Vor allem das Projektgeschäft ist stark betroffen.

Mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen der Unternehmen werden die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Maschinen- und Anlagenbau sowie der Automatisierungsbranche nun auch in Zahlen sichtbar. Bei Kuka sorgte der Ausbruch der Pandemie im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020 für einen deutlichen Rückgang bei Auftragseingang, Umsatz und EBIT.

Das Automatisierungsunternehmen ist in mehr als 40 Ländern tätig und hat aufgrund der weltweiten Ausbreitung des Virus besonders im Projektgeschäft mit Einbußen zu kämpfen. So war unter anderem im Anlagenbau vielerorts kein Zutritt zu Baustellen oder im Gesundheitsbereich zu Kranken-häusern möglich. Die Fertigung im Produktgeschäft am Standort Augsburg konnte dagegen relativ stabil weiterlaufen. »Wir spüren die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich und rund um den Globus. Wie viele andere Unternehmen auch haben wir gerade in betroffenen Gebieten unsere Aktivitäten heruntergefahren oder Standorte vorübergehend geschlossen. Auch viele Projekte bei Kunden konnten nicht weitergeführt werden«, sagte Peter Mohnen, CEO von Kuka.

Die Zahlen im Überblick

Der Auftragseingang betrug im Konzern 689,0 Millionen Euro und sank damit um 23 % gegenüber dem Vorjahresquartal (895,2 Millionen Euro). Besonders in den Bereichen Automotive und General Industry war Zurückhaltung zu spüren. Der Umsatz belief sich Konzernweit auf 624,6 Millionen Euro (Q1/19: 737,7 Mio. €); das Verhältnis zwischen Auftragseingängen und Umsatzerlösen lag im ersten Quartal 2020 bei 1,10 (Q1/19: 1,21). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel von 22,2 Millionen Euro in Q1/19 auf -34,2 Millionen Euro in Q1/20. Dies führte zu einer EBIT-Marge von -5,5 % (Q1/19: 3,0 %). Dies ist auf den Rückgang beim Umsatz sowie Projektverschlechterungen und damit verbundene Unterdeckung der Kosten zurückzuführen. Der Free Cashflow betrug im Berichtszeitraum -12,8 Mio. € (Q1/19: -20,7 Mio. €). Trotz der Corona-Krise konnte der Free Cashflow im ersten Quartal 2020 verbessert werden.

Die erwirtschafteten Auftragseingänge im Segment  Systems lagen bei 115,5 Millionen Euro, was einem Rückgang von 43,2 % gegenüber dem Vorjahresquartal (Q1/19: 203,4 Millionen Euro) entspricht. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres haben Kunden aufgrund der unsicheren Lage keine Großaufträge vergeben. Bei den Umsatzerlösen konnte ein Wert von 173,2 Mio. € (Q1/19: 216,9 Mio. €) erreicht werden. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Rückgang von 20,1 %. Der Umsatzrückgang spiegelt den niedrigen Auftragseingang aus dem Vorjahr wider. Die Book-to-Bill-Ratio reduzierte sich von 0,94 in Q1/19 auf 0,67 in Q1/20. Das EBIT betrug -8,3 Mio. € in Q1/20 nach 4,8 Mio. € in Q1/19, was zu einer EBIT-Marge von -4,8 % (Q1/19: 2,2 %) führte.

Im Segment Roboticsbetrug der Auftragseingang im 1. Quartal 2020 269,8 Millionen Euro, was ein Minus gegenüber dem Vorjahresquartal in Höhe von 17,6 % entspricht (Q1/19: 327,3 Millionen Euro). Die Umsatzerlöse in Höhe von 221,1 Millionen Euro waren ebenfalls rückläufig. Gegenüber dem Vorjahr sanken diese um 19,4 % (Q1/19: 274,4 Mio. €). Die Book-to-Bill-Ratio lag bei 1,22 nach 1,19 im Vorjahr. Das Segment Robotics musste ein EBIT von -3,9 Millionen Euro verzeichnen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres konnten 14,1 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Demnach lag die EBIT-Marge bei -1,8 % nach 5,1 % im ersten Quartal 2019. Insbesondere das niedrigere Umsatzvolumen führte zu einem negativen EBIT.

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1. Corona hemmt Kukas Projektgeschäft
2. Automation, Logistik und Healthcare gewinnen an Bedeutung

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