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Cobots für Einsteiger

3. März 2022, 9:09 Uhr | Inka Krischke
Leitfaden-Robotik, Fraunhofer
© Fraunhofer IGCV

Ein vom Fraunhofer IGCV in Kooperation mit dem VDMA im Projekt »Mittelstand 4.0« erstellter Leitfaden bietet künftigen Anwendern kollaborativer Roboter einen praxisnahen, transparenten Einblick in die erfolgreiche MRK-Integration.

MRK-Anwendungen sind insbesondere in mittelständischen Unternehmen noch nicht weit verbreitet. Der kostenfreie »Leitfaden für den ortsflexiblen Einsatz von kollaborativen Robotern« des Fraunhofer-Instituts für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV und dem VDMA soll dies ändern: Auf 40 Seiten werden die wichtigsten Schritte von der Eignungsprüfung bis zur Umsetzung einer MRK-Anwendung erläutert, zusätzliche Hilfsdokumente wie Vorlagen und Checklisten sindim Leitfaden verlinkt und online verfügbar.

Die Autorinnen und Autoren legten großen Wert darauf, dass trotz theoretischer Inhalte alle Fragestellungen praxisnah beantwortet werden und Informationen anwenderfreundlich aufbereitet sind. »In den Leitfaden fließt der Erfahrungsschatz und die Expertise von über 25 Unternehmen und Einrichtungen ein, die sich im Expertennetzwerk ‚Robotik für den Mittelstand‘ engagieren«, so Christian Härdtlein, Autor und Gruppenleiter Engineering Adaptiver Produktionsmodule am Fraunhofer IGCV.

Der Leitfaden gliedert sich in acht Teile:

  • Einführung: Grundlagenwissen zur Mensch-Roboter-Kollaboration.
  • Use Case: Als Einstieg in die Thematik wird eine exemplarische MRK-Applikation vorgestellt: »Pick & Place«. Es sollen Dosen aus einer geordneten Position (Tray) in einer Gitterbox entnommen und auf einem Förderband abgelegt werden.
  • Eignungsprüfung: Worauf sollte geachtet werden und wie wird eine MRK-Lösung wirtschaftlich eingebunden?
  • Risikobewertung: Welche Grundlagen, Methoden und Tools werdenbenötigt, um Risiken identifizieren und bewerten zu können?
  • Risikominderung: Wie wird mit möglichen Gefährdungen umgegangen und wie lassen sich Komponenten sicher gestalten?
  • Ortsflexibilität: Wie lässt sich der ortsflexible Einsatz von kollaborativen Robotern effizient implementieren und mit bestehenden Normen vereinen?
  • Schulung und Weiterbildung: Wie kann – mit Blick auf die ganzheitliche MRK-Integration – auf den Erfolgsfaktor »Mensch« eingegangen werden?
  • Unterstützung und Begleitung: Bund und Länder fördern und begleiten bereits aktiv die hiesige Wirtschaft mit umfassenden Unterstützungsangeboten – welche regionalen Angebote, Initiativen, Förderstrukturen und Maßnahmen existieren bereits?

Der Leitfaden kann bei der Fraunhofer-Gesellschaft kostenfrei heruntergeladen werden.


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